Gästebuch

17.10.2017 17:01
Dr.Ralf Rizzi schrieb zum StückRomeo und Julia
Ich kann dem Vorposter nur zustimmen. Die Vorstellung endet erst, wenn der Applaus endet. Bei Romeo saß ich in der ersten Reihe, so dass ich die Störenfriede nicht mitbekam.
Bei der Premiere der Traviata in der Oper am nächsten Tag saß ich in den hinteren Reihen und fühlte mich sehr gestört, dass einige sofort aufstanden und gingen.Und nicht nur der Respekt vor den Mitwirkenden verbietet dieses Verhalten, auch als Zuschauer ist es höchst unangenehm, wenn man aufstehen muss, weil einige Menschen die paar Minuten nicht mehr aushalten. Das ist rücksichstloses Verhalten und sollte nicht so hingenommen werden. Und im übrigen, seinen Unmut über die Vorstelllung sollte man grundsätzlich nicht gegenüber den Schauspielern äußern, sondern wenn schon, dann gegenüber der Regie. Und dann bleibt man bis zum Schluss. und buht meinetwegen oder applaudiert nicht. M.E ein ungeschriebenes Gesetz, das es zu beachten gilt.
17.10.2017 13:16
CL schrieb zum StückPeer Gynt
Großartig. Das Schauspiel Köln hat die Ära Beier hinter sich gelassen und meldet sich zurück in der 1. Liga (nicht nur, aber auch mit Peer Gynt). Glückwunsch an Ensemble und Regie.
15.10.2017 22:29
Dieter Kottenhoff schrieb zum StückRomeo und Julia
Man konnte gespannt sein, wie der Klassiker nun im Jahre 2017 in Köln aufbereitet wurde. Dramaturgin Pinar Karabulut ist für Überraschungen und andere Blickwinkel gut, hieß es. Und vor allem das mit dem anderen Blickwinkel stimmte. Ein überraschendes Bühnenbild aus - gefühlt - unendlich vielen Drehtüren, eine etwas gekürzte Shakespear-Fassung und einige Variationen, die mich zum Teil an Free Jazz erinnerten. Die Hauptrollen waren mit Thomas Brandt und Kristin Steffen, zwei jungen Talenten, brilliant besetzt, wobei Brandt vielleicht etwas mehr von sich hätte zeigen und Steffen weniger brüllen und schreien können. Das Ganze war dann so aufbereitet, dass aus leichter Kost Normal-Kost wurde - auch nicht schlecht!! Ich war zufrieden, der Abend gelungen, vielen Dank dafür.
Als P.S. noch zwei negative Anmerkungen:
1. Das Schauspiel Köln sollte so ganz allmählich die Temperierung seiner Spielstätten in den Griff bekommen. Auch dieses Mal glich das Theater mehr einer Saune!!
2. Der zweite Minus-Punkt geht ans Publikum: Man sollte den Schauspielern doch so viel Respekt und Anerkennung zollen, dass man das Theater nicht umgehend nach dem letzten Wort auf der Bühne verlässt. Bis zum Schluss des Beifalls kann man sitzenbleiben, auch wenn man selbst vielleicht nicht applaudieren möchte.