Der gute Mensch von Sezuan

von Bertolt Brecht | mit Musik von Paul Dessau
Besetzung
 
Regie
Bühne
Christian Beck
Kostüme
Elke von Sivers
Musikalische Leitung
Puppen
Atif Hussein
Franziska Müller-Hartmann
Dramaturgie
Kommentare
05.02.2017 15:39
Dr.Ralf D.Rizzi schrieb zum StückDer gute Mensch von Sezuan
Ein Genuss sondergleichen. Alle! Schauspielerinnen und Schauspieler auf hohem Niveau., perfekte Regie von Moritz Sostmann.
Auch wer das Stück, wie ich, schpn öfters gesehen hat, die Kölner Inszenierung ist dennoch empfehelnswert. Bravo für Mahamed Achour als Pilot, wenn er auf der Theke der Garderobe stehend, in der Pause, Paul Dessaus Lied vom St. Nimmerleistag vorträgt.. Unbedingt ansehen.
07.03.2016 09:34
2 Schülerinnen, beide 17 schrieb zum StückDer gute Mensch von Sezuan
Es ist unmöglich in einer kapitalistischen Welt gut zu sein, diesen Kerngedanken thematisiert das Stück ,,Der gute Mensch von Sezuan" Brechts, und auch der Inszenierung gelingt es, diesen Gedanken zu vermitteln. Auch die brecht´sche Dramaturgie wurde umfassend umgesetzt. Die Inszenierung mit den Puppen, die musikalische Begleitung, die Hochzeit außerhalb des Saals, alles trägt zu den sogenannten Verfremdungseffekten bei und lässt den einzelnen Zuschauer eine reflektierte, kritische Distanz zum Stück einnehmen. Besonders überzeugend ist die schauspielerische Leistung von nur sechs Schauspielern. Jedoch muss an dieser Stelle noch angefügt werden, dass die Akzente der Familie sowie die Darstellung mit fast schon lächerlichen Puppen, die vor allem einen klischeehaften Realitätsbezug sowie Aktualitätsbezug herzustellen versuchen, die Qualität des Stückes wortwörtlich runterziehen.
07.03.2016 09:31
schülerinnen, 16 und 17 schrieb zum StückDer gute Mensch von Sezuan
Am 11.02.2016 haben wir im Rahmen des Deutsch LKs vom Albertus-Magnus Gymnasium, uns die Inszenierung des Stückes " Der gute Mensch von Sezuan" angeschaut. wir haben uns während des Unterrichts intensiv mit dem brechtigen- Theater beschäftigt. Daher konnten wir uns kritisch mit dem stück auseinandersetzen. Vor allem der verwendete Verfremdungeffekt blieb uns positiv in Erinnerung gestützt wurde dies außerdem durch die herrvoragende schauspielerische Leistung. Doch der Humor war oftmals überzogen, welcher die Inszinierung oftmals ins lächerliche zog. Trotzdem ist das Stück weiter zu empfehlen!!
07.03.2016 09:30
Schülerin, 17 schrieb zum StückDer gute Mensch von Sezuan
Am 11.2. besuchten wir das Stück "Der gute Mensch von Sezuan" im Rahmen der Schule. Am Anfang waren alle geschockt. Keiner hatte zuvor ein Stück von Brecht gesehen und dementsprechend auch kaum ein Bild von dem Ausmaß der Verfremdungseffekte gehabt. Diese waren reichlich vorhanden: von Puppenspielen, Umziehen auf der Bühne, über Verlagerung der Handlung in das Foyer, Regen aus Wasserschläuchen bis hin zu unerwartetem Lärm, dem Rauchen auf der Bühne und vielen, flüsternden Göttern. Die Meinungen dazu waren gespalten. Brecht hätten große Teile der Inszenierung vermutlich gefallen. Aber ob er den klischeehaften "Asi-Slang" der Arbeitslosen Familie vorgesehen hatte, wer weiß das? Wir waren zum Teil verwirrt.
07.03.2016 09:30
Schülerin schrieb zum StückDer gute Mensch von Sezuan
Die Aufführung des Stückes "Der gute Mensch von Sezuan" von Bertolt Brecht ist eine gelungene Inszenierung. Brechts Verfremdungseffekte wurden funktional eingesetzt, beispielsweise in Form von Unterbrechungen des Handlungsverlaufes durch erzählende Perspektiven, Musik, direkte Ansprachen an das Publikum und durch den Einsatz von Puppen. Besonders gelungen fanden wir die schauspielerische Leistung, wodurch wir die Inszenierung weiterempfehlen können.
07.03.2016 09:29
Schüler, 16 schrieb zum StückDer gute Mensch von Sezuan
Beim Eintritt in den eigentlichen Theatersaal bekam man den Eindruck man würde sich auf einer Baustelle wiederfinden. Ein Erdhügel macht ungefähr ein Viertel der Bühne aus, an der Wand lehnen Absperrgitter, und der hintere Teil der Bühne wird von einer Mülltonne, welche später der mittellosen Familie als Haus dient, beherrscht. Einzig und allein das Klavier passt nicht in dieses armutdarstellende Bühnenbild.
Hat man das Buch noch relativ gut in Erinnerung so wird einem die unpassende Musik schnell auffallen. Statt unstimmigen Klaviereinlagen hatte ich eher ruhige Musik erwartet.
07.03.2016 09:29
Nick Felix Dreikausen, Luis Ludger Lu Schulte Kellinghaus schrieb zum StückDer gute Mensch von Sezuan
Am 11/02/16 haben wir mit unserem Deutsch-Leistungskurs eines städtischen Gymnasiums, das Stück "Der gute Mensch von Sezuan" von Bertold Brecht in der Inszenierung des Schauspielhaus-Köln gesehen.

Gleich am Anfang fiel auf, dass der von Brecht intendierte V-Effekt gut umgesetzt wurde, indem für Wang - den Wasserträger - und Shen Te, Puppen eingesetzt wurden, die durch die Schauspieler, die die Götter verkörpern sollten, bewegt und synchronisiert wurden. Die Nähe, die der Zuschauer in diesen Szenen zu den Protagonisten aufbauen könnte, wurde hier effektiv durch Dehumanisierung genommen, sodass man sich gleich in diese Form des epischen Theaters hineinversetzen konnte.
Das Problem, dass sich hierbei jedoch im weiteren Verlauf des Stückes auftat, kam jedoch in der Überstrapazierung ebendieses Effektes zustande.
Die Komik die das Stück durch die Puppen bekam, die Witze und witzige Akzente von sich gaben, als gäbe es kein Morgen, nahmen dem Zuschauer das Gefühl, sich in einem ernstzunehmenden Theatersück zu befinden.
Auch wenn dem Zusachauer dadurch seine Rolle klar wird, fehlt es diesem Stück vorne und hinten an Klasse und Ernsthaftigkeit.

Letztendlich lässt sich nur sagen, dass man mit dem V-Effekt, ein schlechtes Theater nicht entschuldigen lässt.

Tschau. *Mic Drop*

MFG, NICK UND LUIS :-) (Training)
07.03.2016 09:28
Tamela, Schülerin, 17 Jahre schrieb zum StückDer gute Mensch von Sezuan
Das Licht ist aus, nur die Bühne ist leicht beleuchtet. Die Tor fährt langsam nach oben und herein treten "Engel". So beginnt die Inszenierung von "Der Gute Mensch Von Sezuan" im Schauspielhaus Köln. Doch die Suche nach einem guten Menschen, der zugleich ein würdevolles Leben führt, stellt sich als schwierig heraus. Mithilfe von Puppen wird der von Brecht entwickelte Verfremdungseffekt deutlich. Die selbstgespielten Lieder auf der Bühne, sowie die Soundeffekte unterbrechen die dramatischen Handlungen und lenken die Aufmerksamkeit des Publikums auf neue Eindrücke. In der Pause dann die Überraschung. Außerhalb des Theaters, in der Eingangshalle, geht das Stück weiter mit Einbindung des Publikums. Die moderner gestaltete Art wird von vielen zwiespältig betrachtet, dennoch ist es definitiv einen Besuch wert.
Trotz einfachen Bühnenbilde - man beachte den Sandhaufen auf der Bühne - werden die verschiedenen Bilder Brechts interessant und vielseitig aufgeführt. Eine schöne Abwechlung, sowohl für Schüler als auch interessierte Erwachsene.

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