Geschichten aus dem Wiener Wald

von Ödön von Horváth
Nächste Vorstellung12.03.
Besetzung
Valerie
Marianne
Oskar, der Mister
Alfred
Erich / das Skelett
die Mutter / Havlitschek / der Conferencier
die Großmutter / Rittmeister / Beichtvater
Zauberkönig
Regie
Bühne
Olaf Altmann
Kostüme
Birgit Bungum
Esther Geremus
Choreografie und Bewegung
Musik
Licht
Jürgen Kapitein
Dramaturgie
Barbara Sommer
Kommentare
29.12.2016 14:18
Antezedenz schrieb zum StückGeschichten aus dem Wiener Wald
Mitunter eines der besten, ja vielleicht die beste Inszenierung, die ich je erblicken durfte!
Sie sehen Reduktion in Perfektion. Es braucht keine Zierde, schrille Objekte oder ausufernde Effekthascherei. Die Atmosphäre schaffen die Darsteller selbst, die Veranschaulichung interpersonalen Konstellationen sowie der Einzelschicksale werden famos einzig mittels
Es stellt sich während der Darbietung die dumpfe Vermutung, dass der Verlauf nicht weiter gesteigert werden kann, doch Stefan Bachmann überwältigt Sie schonungslos, entreißt die vorschnelle Sorge, belehrt sie eines anderen und lässt den Gaul unentwegt weiter rasant nach vorne preschen.
Die Besetzung ist grandios und hält konstante Höhen. Man vermag kaum zu sagen, welche schauspielerische Leistung hier die bessere ist; doch ist diese Frage letztlich redundant. Die Symbiose, die hier eingegangen wird und puristisch ohne jedwede Requisite erreicht wird, zeugt und strotzt nur von der darstellerischen Excellence. Diese wird umso deutlicher, vergegenwärtigt man sich die mutigen und zugleich konsequenten Mehrfachbesetzungen.
Dieses Stück lässt eine befremdlich groteske Atmosphäre entstehen - wie sie zu dem Stück und der Relevanz für kontemporäres Theater nicht hätte besser getroffen werden können.
Das Ergebnis ist zutiefst kalt und zynisch - eingehüllt in eine vordergründige Farce, die das Unvergessliche vergessen lassen soll. Von Horváth treibt es nicht auf die Spitze, er geht weit darüber hinaus - was keineswegs eine Übertreibung sondern eine nötige Konsequenz darstellt. Am Ende verbleibt ein herrlicher bitterer Geschmack, der Sie nicht mehr loslassen wird. Ich verneige mich.
10.12.2016 23:32
Dr.Ralf D.Rizzi schrieb zum StückGeschichten aus dem Wiener Wald
Ich kann mich den Vorkommentaren nur anschließen. Habe mir die Inszenierung von Stefan Bachmann schon 3 mal angesehen. Herausragendes Theater, alle Schasupiler hervorragend. Ganz besonders hervorzuheben Bruno Cathomas und Martin Reinke. Unbedingt ansehen.
10.01.2016 21:16
Werner Deuß schrieb zum StückGeschichten aus dem Wiener Wald
Diese Vorstellung und Inszenierung war heute eine der besten, die das Schauspiell Köln unter
Stefan Bachmann abgeliefert hat.
Der Minimalismus des Bühnenbildes, das Weglassen allen Inventars, die neue Drehbüne, der
gekonnte Einsatz von Musik und Geräusch , die verbesserte Akkustik und das verschönerte
Gesamtambiente inclusive. rotem Vorhang waren die Basis und der Ausgangspunkt für die große künstlerische Leistung der Schauspieler
und der Hintermänner in Regie und Dramartugie und Kulisse. Dem Kommentar von Christian Bos
im KSTA kann ich mich vorbehaltlos anschließen.
Besten Dank und weiter so.
03.11.2015 13:04
Joachim Groß-Baum schrieb zum StückGeschichten aus dem Wiener Wald
Die Aufführung beginnt damit, dass ein erwachsener Mann an der Brust eines Mannes saugt, der als Frau verkleidet ist. Später könnte sich dieses Bild so interpretieren lassen, der junge Mann „hängt noch immer am Tropf der Mutter.“ Doch diese Deutung geht nicht auf, denn er fordert immer wieder Geld von seiner Großmutter.

Ebenso wenig wird die Frage beantwortet, warum die Mutter und Großmutter von Männern gespielt werden. Marianne und Valerie allerdings weiblich besetzt sind.

Es war ein beeindruckender Theaterabend mit großartigen SchauspielerInnen, dessen ungeachtet.

Die Kritiken, die ich lesen und hören konnte, gingen seltsamerweise auf diese Fragestellung überhaupt nicht ein. Entweder wurde es gar nicht weiter erwähnt oder (einer Bildbeschreibung ähnlich) lediglich genannt, ohne einen Interpretationsansatz zu bieten.
02.11.2015 20:02
Brigitte schrieb zum StückGeschichten aus dem Wiener Wald
Ich habe schon lange nicht mehr eine so wunderbare Vorstellung gesehen.
Danke an das ganze Team!
01.11.2015 19:35
Ute Hinz schrieb zum StückGeschichten aus dem Wiener Wald
Endlich wieder Theater! Einen grandiosen Theaterabend bescheren uns Stefan Bachmann, die Schauspieler, die Bühnenbildner, u.v.a...... Dieses Stück war für mich (neben dem Kaufmann von Venedig) eines der besten Stücke! Es ist ein großes Vergnügen die Schauspieler in teilweise so anderen Rollen zu erleben (z.B. Bruno Cathomas als Oskar!!), ein Stück, bei dem einem das Lachen im Halse stecken bleibt, das Spiel auf der sich drehenden Holzbühne.... Super! Weiter so! Danke!!!
Twitter

Premiere am 31. Oktober 2015

Vorstellungen

Schauspiel Köln unterwegs
So 12.03.2017
Depot 1

Weitere Stücke

Iwanow

von Anton Tschechow

Cyrano de Bergerac

Romantische Komödie von Edmond Rostand                 

Hamlet

von William Shakespeare

#musicismygirlfriend

Sei1Session No. 2
Die Hip-Hop-Reihe des Kollektivs sei1mensch mit Gästen aus der Kölner Szene

Der Revisor

Komödie von Nikolai Gogol

Lonely Lonely

Das Wiener Kollektiv Sööt / Zeyringer über Sehnsucht

Groß und klein

von Botho Strauß

Die Opferung von Gorge Mastromas

von Dennis Kelly      

Victor oder Die Kinder an der Macht

Bürgerliches Schauspiel von Roger Vitrac

Glaubenskämpfer

Religionssuche zwischen Kloster, Moschee und Synagoge
von Nuran David Calis

Jemand wie ich

von Charlotte Roos

HEDDA

Ein Film von Andreas Kleinert
in Kooperation mit BROADVIEW PICTURES

Ein Volksfeind

von Henrik Ibsen

Kleines

von Hannah Moscovitch         

Vollkommen utopisch!

Eine pataphysische Versuchsreihe zum Unmöglichen

Mohamed Achour erzählt Casablanca

von petschinka und Rafael Sanchez

Der gute Mensch von Sezuan

von Bertolt Brecht | mit Musik von Paul Dessau

#lectureme: Anleitungen zum Glücklich-Sein

Eine Einführung zu Kleines mit Dominic Dallwitz-Wegner

Shakespeares Inseln

Regie Fosco Dubini
Eine Kooperation mit der Filmpalette Köln

Faust I

von Johann Wolfgang von Goethe

Schau mir in die Augen...

melancholischer Elektropop mit dem Kölner DJ Julian Stetter

Serpentine No. 2

Performance-Reihe zwischen Tanz und bildender Kunst mit Künstlern aus Köln und ganz Deutschland. Kuratiert von Videokünstlerin Lyoudmila Milanova und Regisseurin Andrea Imler

Ansichten eines Clowns

von Heinrich Böll
Theaterfassung von Thomas Jonigk
Erlös zugunsten des Avicenna Hilfswerks / Nothilfe für Flüchtlinge

Die Welt aus den Fugen

Wie weiter nach Brexit, Trump und Aleppo?

Swallow

von Stef Smith

Die Lücke

Ein Stück Keupstraße

If I can - Die zweite Staffel

Die Theatersoap mit dem Ensemble des Schauspiel Köln. Folge 3

Adams Äpfel

nach dem gleichnamigen Film von Anders Thomas Jensen

Hit me Baby - Vol. III

Stefko Hanushevsky und Christopher Brandt machen das Beste aus 400 Jahren Musikgeschichte

Der Engel schwieg

von Heinrich Böll

Wir wollen Plankton sein

von Julian Pörksen      

Gartentag

Frühgemüse

Feygele

von und mit Tobias Herzberg
ein Gastspiel des Studio Я des Maxim Gorki Theater, Berlin

My Generation

N.N. / Pop HD

Karnickel

von Dirk Laucke

Moeder

Peeping Tom

Umbettung

von Jens Albinus                          

Istanbul

von Nuran David Calis

Effzeh! Effzeh!

ein Fußballoratorium von Rainald Grebe

Robinson Crusoe

Kinder- und Familienstück nach Daniel Defoe

Faust II

von Johann Wolfgang von Goethe

Habe die Ehre

Parallelgesellschaftskomödie von Ibrahim Amir

Sprengkörperballade

von Magdalena Schrefel

Geächtet

von Ayad Akhtar

LEHMAN BROTHERS.

Aufstieg und Fall einer Dynastie
von Stefano Massini