Iwanow

von Anton Tschechow
Besetzung
Nikolaj Alexejewitsch Iwanow
Anna Petrowna
Matwej Semjonitsch Schabelskij
Pawel Kirrilytsch Lebedew
Sinaida Sawischna
Sascha
Jewgenij Konstantinowitsch Lwow
Marfas Jegorowna Babakina
Dmitry Nikitsch Kossych
Michael Michailowitsch Borkin
Max Mayer
Awdotja Nasarowna
Musiker
Niklas Kraft, Sven Michelson
 
Regie
Bühne
Rocco Peuker
Kostüme
Musik
Niklas Kraft, Sven Michelson
Licht
Michael Frank
Dramaturgie
Mitarbeit Dramaturgie
Kommentare
22.01.2017 19:16
François Ruiz schrieb zum StückIwanow
Nur zu sagen,dass die Inszenierung schlecht ist, wäre ungerecht. Es ist die Karikatur einer schlechten Inszenierung: keine Spannung, keine Atmosphere, keine Personen, alles verliert sich in einem zu grossen Raum, die Stimmen oft auch.Und wieder und wieder mal diese 08/15 Songs, in English of course. Ich hätte sehr gerne "Iwanow" gesehen: ich bekam eine endlose Probe, eine misslungene Schularbeit eines Regisseurs,der "á la mode" sein möchte .
12.12.2016 09:23
Hanna und Klaus Detmer schrieb zum StückIwanow
Zu dieser Aufführung haben wir leider nur überwiegend negative Aspekte beizusteuern.
1. Der großartige Marek Harloff - noch in allerbester Erinnerung aus Kabale und Liebe (allein 10mal gesehen) und anderen Stücken -
wurde hier völlig unter Wert verkauft, vielleicht vom Regisseur bewusst "klein" gehalten, vielleicht auch gar im falschen Stück eingesetzt.
Dabei haben wir das Stück in erster Linie wegen seiner Mitwirkung gebucht. Welch eine Enttäuschung! Das ist sehr schade, denn Harloff ist
das Beste, was Köln z. Z. zu bieten hat.
2. Was der Darsteller des Borkin an übersteuerter und gepresster Textunverständlichkeit (schon in der 6. Reihe) ablieferte oder abliefern
durfte, war schlicht eine Frechheit.
3. Die Lärmattacke im ersten Teil war in dieser Stärke und Länge völlig überflüssig und hat nichts zur "Erhellung" beigetragen.
4. (Fast) jeder Klassiker wird z. T. gnadenlos zusammengestrichen. Warum nicht auch hier? Stattdessen wurde das Stück durch Kunstpausen und Nichtaktion auf weit über 3 Stunden ausgedehnt, so dass es streckenweise fast zum Erliegen kam. Die vielen Mätzchen konnten da auch nichts mehr retten. Fazit: Man sollte vielleicht noch genauer prüfen, bevor man ein Stück ausgräbt, das nicht zum "Kanon" eines Dichters gehört. Auch in der zweiten Aufführung mühsamer Schlussbefall aus gelichteten Reihen, aber es ist ja noch Zeit für Veränderungen.
11.12.2016 20:51
Werner schrieb zum StückIwanow
Positiv: Dass Sophia Burtscher festes Ensemble Mitglied wird.
Dass Theater auch im Provisorium alle szenischen, musikalischen und lichtoptischen Reize bietet.
Dass die Luft im Zuschauerraum endlich gut temperiert ist und die Akkustik stimmt.

Negativ: > 3 Stunden Tschechow sind grenzwertig. Weser intellektueller noch kultureller Gewinn .
Die Doppelbestzung der Figuren von Anna und Sascha mit Sophia Burtscher ist verwirrend und somit ärgerlich.
Die extreme Lautstärke der Live Musik sollte vor Spielbeginn angekündigt werden. Nicht jeder Besucher ist discoerprobt.
10.12.2016 23:26
Dr.Ralf D.Rizzi schrieb zum StückIwanow
Ich habe gestern die Premiere gesehen. Fast 4 Stunden, aber es hat sich gelohnt. Habe Iwanow schon 3 mal in den letzten 20 Jahren gesehen. Die Kölner Inszenierung von Robert Borgmann war sehr anregend, nicht immer texttreu, aber vielleicht gerade deshalb sehr gelungen und spannungsreich. Mein Rat, das Stück vorher noch einmal lesen, von Reclam für 3,00€

Premiere am 09. Dezember 2016

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