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Eine Kooperation zwischen dem Residenztheater München und dem Schauspiel Köln
ALLE TERMINE IM ÜBERBLICK
DO 29 APRIL • 20.00 UHR
FINSTERNIS
FR 30 APRIL • 20.00 UHR
FINSTERNIS
FR 30 APRIL • 19.30 UHR
VÖGEL
SA 01 MAI • 19.30 UHR
STEFKO HANUSHEVSKY ERZÄHLT:
DER GROSSE DIKTATOR
SA 01 MAI • 21.00 UHR
AUSKLANG AM TRESEN
SO 02 MAI • 16.00 UHR
LEONCE UND LENA
DO 29 & FR 30 APRIL

FINSTERNIS

von Davide Enia
DO 29 APRIL • 20.00 UHR
LIVE-STREAM
Inkl. digitalem Nachgespräch mit Nora Schlocker & Robert Dölle
FR 30 APRIL • 20.00 UHR
LIVE-STREAM
INKL. DIGITALEM NACHGESPRÄCH MIT ALMUT WAGNER, ROBERT DÖLLE, STEFKO HANUSHEVSKY & DR. STEPHAN DÜNNWALD (BAYERISCHER FLÜCHTLINGSRAT, BELLEVUE DI MONACO)
Der italienische Schriftsteller Davide Enia wird von seinem deutschen Kollegen Albert Ostermaier zu einem Literaturfestival nach München eingeladen. Dieser schlägt ihm vor, einen Text über die Lage der Flüchtlinge in Süditalien mitzubringen – für den Sizilianer Enia Anlass, auf die Insel Lampedusa zu reisen, die er nur als Urlauber kennt. Spätestens im Oktober 2013 wurde diese durch ein Schiffsunglück mit Hunderten Toten zum erschreckenden Sinnbild des Unvermögens der Europäischen Union, das Sterben der Flüchtenden im Mittelmeer zu verhindern.

Davide Enia lädt seinen Vater, einen schweigsamen pensionierten Kardiologen, ein, ihn zu begleiten. Es ist die erste gemeinsame Reise der beiden. Sie erleben zusammen eine «Anlandung», ein Erlebnis, das sie tief bewegt. Für Davide Enia werden noch viele Aufenthalte auf Lampedusa folgen, denn ihn lässt die Insel und deren Bewohner nicht mehr los. Er hört den ehrenamtlichen und professionellen Helfer*innen, dem Rettungstaucher, der Ärztin und auch dem Friedhofswärter zu. Die Stimme seines geliebten Onkel Beppe, der, von einer schweren Krebserkrankung gezeichnet, im Sterben liegt, begleitet ihn in dieser Zeit stetig am Telefon.

Im Anschluss an die Vorstellungen findet jeweils ein Nachgespräch mit Robert Dölle und den Dramaturginnen Katrin Michaels und Almut Wagner statt. Am 30.04. nimmt auch das Kölner Ensemblemitglied und ehemaliger Kollege von Robert Dölle, Stefko Hanushevsky, teil.
TRAILER
FR 30 APRIL

VÖGEL

von Wajdi Mouawad
Auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Hebräisch • mit englischen und deutschen Untertiteln
FR 30 APRIL • 19.30 UHR
ONLINE-STREAM
Inkl. digitalem Nachgespräch mit Stefan Bachmann, Lea Goebel & Lola Klamroth
Im Lesesaal einer Universitätsbibliothek an der amerikanischen Ostküste treffen Wahida und Eitan aufeinander. Der junge Biogenetiker mit jüdischen Wurzeln verliebt sich Hals über Kopf in die arabischstämmige Doktorandin aus New York. Für Eitans religiös-fanatischen Vater ist die Beziehung inakzeptabel. Doch Eitan kämpft gegen das schwere Erbe seiner Vorfahr*innen an: »Unseren Genen ist unser Dasein egal. Die Traumata deines Vaters stehen in deinen Chromosomen nicht geschrieben.« Auf einer Forschungsreise wird Eitan bei einem Bombenanschlag an der israelisch-jordanischen Grenze schwer verletzt. Während er im Krankenhaus liegt, spürt Wahida seine Großmutter auf. So kommen drei Generationen aus drei Kontinenten an Eitans Krankenbett zusammen, dem gut behüteten Geheimnis der Großeltern droht die Entlarvung.

Nach dem Stream gegen 21.45 Uhr erwartet Sie ein digitales Nachgespräch über das Online-Konferenztool »Zoom« mit Intendant und Regisseur Stefan Bachmann, Dramaturgin Lea Goebel und Schauspielerin Lola Klamroth. Wenn Sie an dem Nachgespräch teilnehmen möchten, empfehlen wir Ihnen den Stream pünktlich um 19.30 Uhr zu starten.
Trailer
MAKING OF »VÖGEL«
SA 01 MAI

STEFKO HANUSHEVSKY ERZÄHLT:
DER GROSSE DIKTATOR

von Stefko Hanushevsky, Rafael Sanchez und petschinka
SA 01 MAI • 19.30 UHR
ONLINE-STREAM
INKL. DIGITALEM NACHGESPRÄCH mit Rafael Sanchez, Stefko Hanushevsky, Dominika Široká, Robert Dölle & Leon Landsberg
Es ist genau 80 Jahre her, dass Charlie Chaplin als Adenoid Hynkel im Filmklassiker DER GROßE DIKTATOR den Größenwahn von Adolf Hitler verspottete. Die geradezu schicksalhafte Verbundenheit zwischen Chaplin und Hitler – der Altersunterschied von paar Tagen und das charakteristische Bärtchen – hat der populärste Komiker seiner Zeit zum Anlass genommen, die Zustände im sog. Dritten Reich zu kritisieren und zu Beginn des Zweiten Weltkrieges eine humanistische Botschaft in die Welt zu senden.
Der Blick auf den gegenwärtigen Aufstieg von Rechtspopulisten – den potenziellen Hynkels und Napalonis von heute – lädt dazu ein, an die Nazi-Satire von damals anzuknüpfen. Das Ensemblemitglied Stefko Hanushevsky ist in diesem Bereich der Experte schlechthin! Der gebürtige Österreicher war selbst auch mal »Führer«, respektive Reiseführer. Im Sommer vor der Zeit an der Schauspielschule begleitete er Tourist*innen aus den Vereinigten Staaten zu den grausamen Stätten des Nationalsozialismus. Denn das ist es, womit die deutsche Tourismusbranche das meiste Geld verdient. True story so far, ladies and gentleman! Stefko streift sich nun erneut seine Guide-Uniform über und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine Bustour durch Stationen seines Lebens. Diese führt nach New York in die Garderobe von James Gandolfini alias Tony Soprano bis in die Hotelzimmer wohlhabender Touristinnen...

Nach dem Stream gegen 21.00 Uhr erwartet Sie ein digitales Nachgespräch über das Online-Konferenztool »Zoom« mit Regisseur Rafael Sanchez, Schauspieler Stefko Hanushevsky, Dramaturgin Dominika Široká und Kameramann Leon Landsberg und Schauspieler Robert Dölle. Wenn Sie am Nachgespräch teilnehmen möchten, empfehlen wir Ihnen den Stream pünktlich um 19.30 Uhr zu starten.

Trailer
SA 01 MAI

AUSKLANG AM TRESEN

In »Die pixeligen Gärten von Ehrenfeld«
SA 01 MAI • 21.00
Digitales Zusammenkommen
Das Schauspiel Köln lädt alle Zuschauer*innen aus dem Norden wie Süden dazu ein, in der digitalen Bar von »Gather.Town« zu verweilen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Mit einem eigenen Avatar bewegen sich die Teilnehmer*innen durch den virtuellen Raum und können sich via Kamera und Mikrofon unterhalten.
Bitte melden Sie sich vorab über den Ticketlink an. Wir senden Ihnen am Freitag, den 30. April via E-Mail Ihren persönlichen Zugang zum Event. Prüfen Sie vorab Ihre Internetverbindung. Die Teilnahme erfolgt am besten über PC oder Laptop mittels des Browsers »Chrome«. Idealerweise sind Sie mit Kamera/Mikrofon dabei. Wir weisen hiermit auf die Datenschutzrichtlinien des Tools hin.
SO 02 MAI

LEONCE UND LENA

nach Georg Büchner
SO 02 MAI • 16.00 UHR
ONLINE-STREAM
INKL. DIGITALEM NACHGESPRÄCH mit Thom Luz, Katrin Michaels & Schauspieler*innen des Ensembles
Die Geschichte ist scheinbar schnell erzählt: Ein Prinz und eine Prinzessin aus benachbarten Königreichen flüchten vor einer arrangierten Ehe, verlieben sich inkognito ineinander und versuchen, mit einer List ihren Lebensweg selbst zu bestimmen – nur um am Schluss festzustellen, dass sie ihrem vorbestimmten Schicksal in die Arme geflüchtet sind. So weit, so klar.

Ein Shakespeare’scher Klamauk könnte das sein, eine Parodie auf Goethes «Werther» und das monarchische System, eine Studie über Jugend und Langeweile. Bei der genaueren Lektüre stellt man aber fest, dass seltsame Lücken, Risse und Leerstellen zwischen den Textzeilen klaffen – und auch die Figuren selbst voller unverfugter Abgründe sind, in die man als Leser*in, Schauspieler*in oder Regisseur ständig hineinfällt und an deren Boden die großen Menschheitsfragen funkeln: wer, weshalb, wohin.

Im Anschluss findet ein digitales Nachgespräch über das Konferenztool »Zoom« statt. Den Zugang dazu erhalten Sie nach dem Ticketkauf. Mit dabei sind Regisseur Thom Luz, Dramaturgin Katrin Michaels und Schauspieler*innen aus dem Ensemble.
Trailer
TAGEBUCH EINES GESCHLOSSENEN THEATERS

Noch mehr Streams aus München:

nach «Lenz» von Georg Büchner

Ihr Ziel, 50 Vorstellungen ihrer «Lenz»-Adaption in einer Zoom-Konferenz zu spielen, hat die Schauspielerin Lisa Stiegler im Februar erreicht – und macht trotzdem weiter! Sie erhöht sie auf 100 Vorstellungen – in der Hoffnung, einen Teil davon in den kommenden Monaten auch wieder analog spielen zu können.

Gemeinsam mit dem Regisseur Gernot Grünewald hat sie die Novelle über den Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz auf Sinnsuche adaptiert und ergänzt damit den Büchner-Schwerpunkt der Spielzeit. Während in der Zeit vor Corona auf engstem Raum für jeweils ein*e real anwesende*n Zuschauer*in gespielt wurde, spielt sie seit dem vergangenen Frühjahr in einem virtuellen Kammerspiel: Fünf Menschen sind live per Zoom-Konferenz zur Vorstellung in der Theatergarderobe eingeladen. Auch Sie sind dabei gebeten, ihre Kamera und ihr Mikrofon einzuschalten und so als wesentlicher Teil der Vorstellung präsent zu sein: als Publikum. Im anschließenden Gespräch haben Sie Gelegenheit, sich mit der Schauspielerin über das Erlebte auszutauschen.
23/24 APR • 05/16 MAI