Gästebuch

19.01.2018 12:10
N. Lüderitz schrieb zum StückRomeo und Julia
So viel Gewalt steckt in dieser Inszenierung und so wenig Liebevolles. Vor allem aber habe ich Shakespeares Sprache vermisst. Stattdessen brutaler Gossenslang und peinliche Anleihen aus dem Reality-TV. Das Muttergeschreie nach Julia stellt die Ohren auf die Probe und die Geissens in den Schatten. Kaum auszuhalten sind die zotigen Altherrenwitze im Dialog zwischen Mönch und Amme, die allen Ernstes noch für Julia zum Baumarkt muss. Am schlimmsten aber sind die verbalen sexuellen Übergriffe. Was Mercutio und Tybalt sich und dem Publikum an den Kopf werfen müssen, das ist gerade jetzt und in dieser Stadt extrem unpassend. Gefallen hat mir die unbändige Lust am Spiel zwischen all den Drehtüren auf der Bühne. Aber vieles war mir zu laut und zu vulgär. Wunderbar vorgetragen haben Romeo und Julia "Es war die Nachtigall ..." Der schönste Moment des Abends. Ansonsten ein Trauerspiel. Da hat Shakespeare recht behalten.
15.01.2018 22:33
Dr.Ralf Rizzi schrieb zum StückDer gute Mensch von Sezuan
Unbedingt anschauen, bevor es nach 3,5 Jahren vielleicht irgendwann doch nicht mehr aufgeführt wird. Ein Genuss!!!!!!!!!!
Alleine die Tasache, dass es seit 2013 gespielt wir, zeigt die Qualität..Auch für Schüler oder Brecht Neulinge unbdeingt geeignet.
14.01.2018 10:38
Bernd Capitain schrieb zum StückEndspiel
Ich bin ein großer Fan von Samuel Beckett und war deshalb sehr gespannt auf diesen Abend. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ein großartiger Abend mit Schauspielern, die beinah überirdisch wirkten in ihrer Präsenz. Ein schlichtes Bühnenbild, ein Umgang mit Sprache, der mich sprachlos machte und dazu vier wunderbare Musikerinnen, die ausgezeichnet spielten und toll in das Stück integriert wurden. Und die riesige Überraschung für mich am Ende. Ich war gerührt und berührt und litt mit den Figuren und sah eine Welt zerbrechen und wollte helfen. Selten hat mich ein Theaterabend so ergriffen. Vielen Dank dafür. Ich werde definitiv mit meinen Schauspielschülern wiederkommen, damit auch diese sehen, was großes Schauspiel ist.