Gästebuch

28.03.2020 16:55
GOEDROES schrieb zum StückLockdown
Ihr seid wunderbar, humorvoll, gscheit und gedankenvoll. Ich danke euch.
01.03.2020 23:07
Dieter Kottenhoff schrieb zum StückDie Verdammten
Spannend, verstörend und mordlustig. Besonders hervorzuheben das außerordentliche Bühnenbild sowie die Unterstützung des Stückes durch Geräusch- und Lichteffekte. Vielen Dank!
17.02.2020 17:35
Heinrich Meißner schrieb
Am 15.02.20 habe ich mir die Inszenierung von "Eines langen Tages Reise in die Nacht" zum zweiten Mal in diesem Kalenderjahr angeschaut, um nach meiner spontanen Begeisterung beim und nach dem ersten Besuch mehr auf die inhaltlichen, strukturellen, darstellerischen und choreographisch-ästhetischen Details zu achten. Dieser zweite Besuch hat meinen ersten Eindruck und mein erstes sehr positives Urteil über diese Inszenierung voll bestätigt. Mir ist völlig klar, dass die Rezeption eines Theaterstücks oder auch eines Buches von vielen Faktoren abhängt, die in der Persönlichkeit (persönlichen Erfahrungen, Lebenseinstellung, Weltanschauung und ästhetischer Schulung und Erwartung) des Zuschauenden oder Lesers begründet sind. Eine Schauspielinszenierung oder auch etwa ein Konzertprogramm müssen auf einen Resonanzboden im Zuschauer/Zuhörer stoßen, der sie zur Wirkung bringt. Deshalb lässt sich auch über den unterschiedlichen Geschmack im Bereich der Kunst nur sehr bedingt streiten. Die schauspielerische Leistung von Frau Meyerfeldt, ihr minutenlanges, ihren Monolog unterbrechendes "teuflisches", sarkastisches Lachen, ihr penetrantes, mehrminütiges Anlaufen gegen die "Käfigwände" der zellenartigen Zimmer, ihre nicht nur durch ihre langen Gewänder beförderte Assoziation mit einer antiken Tragödienheldin, denn auch ihr letzter erschütternder Auftritt, in dem sie "quälend" lange durch das Wasser kriecht und vergeblich versucht, hoch zu kommen, hat mich gerührt. Ja, das Stück hat eine Art Katharsis im Sinne von Erschütterung und Schrecken bei mir ausgelöst. Frau Meyerfeldt spielt natürlich die Hauptrolle. Von den anderen sehr gut dargestellten Figuren möchte ich aus Zeit- und Platzgründen nur die Heimkehr des betrunkenen Jamie erwähnen. Sein auf allen Vieren kopfüber die Treppe Hinabkriechen und - rutschen und seine lallenden Laute - das alles weckt bei mir Assoziationen mit dem Tierischen, ist ganz auf Erschütterung hin angelegt und hat sie bei mir auch bewirkt. Denn man erlebt hautnah mit, wie Menschen durch ungünstige Konstellationen in ihrer Vergangenheit - durch eigene Schuld oder schuldlos, das ist hier die Frage! - in einen Abgrund gerissen werden.Und diesen Schrecken habe ich bei Inszenierungen selbst klassischer Stücke seit Jahren nicht erlebt. Ich findet die Inszenierung daher herausragend. Ein spannendes Stück in der Tradition des analytischen Dramas!
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