Kein Schlussstrich!

Ein bundesweites Theaterprojekt mit künstlerischen und Zivilgesellschaftlichen Interventionen zum NSU-Komplex
Foto: Ana Lukenda
Festival
Depot
PROJEKTZEITRAUM:
21. Oktober -
07. November 2021
Das Schauspiel Köln ist im Herbst 2021 Teil der bundesweiten Initiative KEIN SCHLUSSSTRICH! bei der sich Kultureinrichtungen aus 13 Städten zusammengeschlossen haben, um die Taten und Hintergründe des sogenannten NSU bundesweit künstlerisch zu thematisieren. Das Bündnis besteht aus Akteur*innen in jenen deutschen Städten, die von den Taten des NSU-Komplex unmittelbar durch die Ermordung von neun Bürger*innen, vorwiegend mit migrantischer Geschichte, von rechtsextremen Rassisten betroffen sind. Darüber hinaus sind an dem Projekt auch Städte beteiligt, in denen die Täter*innen des NSU aufwuchsen, Aufenthalt oder Unterstützung fanden. Das Projekt stellt die Perspektiven der Familien der Opfer und der migrantischen Communities in den Vordergrund.

Sieben Jahre nachdem die Produktion von NuranDavid Calis mit Schauspieler*innen des Ensembles und drei Betroffenen des Nagelbombenanschlages auf der Keupstraße Premiere hatte, findet mit der Inszenierung DIE LÜCKE 2.0 erneut eine theatrale Befragung statt. Begleitend ist ein umfangreiches, sowohl diskursives wie künstlerisches Rahmenprogramm geplant in Kooperation mit Kultureinrichtungen in Mülheim: Filmaufführungen, Debattenveranstaltungen und Konzerte.