Die schmutzigen Hände

von Jean-Paul Sartre
Besetzung
Hoederer
Hugo
Olga
Jessica
Louis, Slick, Karsky
Der Prinz, Georges
 
Und
Ilian Dexl, Feline Przyborowski, Hans Rodehüser, Helmuth Stelberg und Annika Wiessner
Regie
Bühne
Kostüme
Inga Timm
Video
Musik
Licht
Michael Gööck
Dramaturgie
Live-Kamera
Jonathan Kastl
Kommentare
17.04.2019 23:11
Dieter Kottenhoff schrieb zum StückDie schmutzigen Hände
Ein Politkrimi aus den 1940er Jahren, der allerdings an Aktualität nichts eingebüßt hat. Bestechend die Inszenierung und das Bühnenbild. Bastian Kraft hat wieder einmal mit vielen Spiegeln gearbeitet. Doch damit nicht genug, teilweise waren die Akteure auch zweifach auf der Bühne. Zudem konnte man die Akteure auch noch per Video über der Bühne sehen - natürlich doppelt und gespiegelt. Interessant, einfallsreich, aber nicht verwirrend.
Das Stück selbst ein Klassiker - selbstverständlich (Satre!!) aus der linken Revoluzzerszene. Es verdeutlichte den Unterschied oder die Vermischung zwischen Idealismus und Pragmatismus, wobei der Idealismus zum Mord hätte führen sollen. Konnte er aber nicht, weil die Hände eines Intellektuellen eignen sich mehr zum Schreiben als zum Schießen. Erst die Eifersucht ließ ihn des Tötens fähig werden. Und schließlich alles umsonst, weil sich die politische Großwetterlage inzwischen geändert hatte.
Man wird schon noch länger über das Stück nachdenken!!
Zusammenfassend: Hervorragende Inszenierung dargeboten auf dem hohen schauspielerischen Niveau des Schauspielhauses Köln.
Vielen Dank!

Premiere: 25. Januar 2019

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