Ein grüner Junge

nach dem Roman von Fjodor Dostojewskij

2 FÜR 1: Für die Vorstellung am 10. Juni erhalten Sie zwei Karten zum Preis von einer. Das Angebot ist nur an der Theaterkasse erhältlich, telefonisch unter 0221-221-28400 oder per Mail an tickets@buehnen.koeln buchbar.


KONZEPTIONSPROBE MIT FRANK CASTORF

CA 5 STD 45 MIN • EINE PAUSE
Besetzung
 
 
Regie
Bühne
Aleksandar Denić
Kostüme
Adriana Braga Peretzki
Video
Andreas Deinert
Musik
William Minke
Licht
Rainer Casper
Dramaturgie
Kommentare
14.03.2019 20:12
Idan Weiss schrieb zum StückEin grüner Junge
Die beste Inzenierung am Schauspielhaus Köln, seit dem es sie gibt! Großartige und erfrischende Schauspieler, zudem meiner Meinung nach, einer der besten Castorf Inzenierungen seit langem. Ich bekomme nicht genug davon, man kann es wirklich nicht oft genug sehen. Die Inzenierung mach einen unfassbar glücklich. Das ist das pure Theater in sechs Stunden Kurzfassung. Mehr geht nicht und mehr brauch es nicht! Man merkt auch das Castorf seinen Platz im Kölner Haus gut eingenommen hat. Beindruckende Leistung von allen. Zu dem wird die Bühne komplett ausgepresst wie eine Zitrone, es ist toll! Der Monolog von Sophia Burtscher lässt das Theaterherz höher schlagen, Melanie Kretschmanns Ausdruck gibt den Rest und die Rolle Arkadij, passt Nikolay Sidorenko, wie ein Ei in der Pfanne. Die Musik ist wie eine Schleife um das Geschenk! Ich kann es nur empfehlen, allerdings nur für Leute die bitte Theater verstehen. Toll wie alles ufassbar wächst in den sechs Stunden.

Aber der Trailer zum Stück, sagt mir gar nicht zu, das geht ja wohl besser.
24.02.2019 16:35
Finnigan schrieb zum StückEin grüner Junge
Kurzzusammenfassung des Abends:
Der nur halb gefüllte (aus guten Gründen, wie sich bald herausstellen sollte) Zuschauerraum wird dunkel; die Bühne zeigt... - ach, im Grunde ist es aber auch ganz egal, was die Bühne zeigt, denn das Geschehen spielt sich ohnehin über weite Strecken unsichtbar und nur durch Livecams auf eine Leinwand übertragen im Bühnenhintergrund ab.
Schauspieler 1 (stürzt aus einer Tür): "BRÜLL! BRÜÜLLL!" (stürzt wieder zurück) (NB: Brüllen ist ganz wichtig, denn Brüllen = Intensität des Gefühls, und intensiv soll es sein, um jeden Preis, auch wenn bühnenwirksame Regie-Ideen fehlen.)
Schauspielerin 1 (wälzt sich, lasziv mit den Beinen strampelnd, auf dem Boden): "BRÜLL! BRÜLL! BRÜÜLLL!"
Schauspieler 1: stürzt erneut aus der Tür, BRÜLLT, küsst sie, weist sie zurück ("BRÜLL!") küsst sie wieder, weist sie wieder zurück (= Zerrissenheit der Figur, auf subtilste Weise dargestellt, Sie wissen schon.)
Schauspieler 2 (tritt in grünem Anzug auf - Moment, wie hieß doch gleich das Stück? Ach, was für ein raffinierter Regie-Einfall!): "BRÜÜÜLLL!!! BRÜLLBRÜLL!!!"
Tontechniker: Dreht die Musik in bester Überwältigungsästhetik-Manier bis zum Anschlag auf, denn Lautstärke = Intensität (usw., s. Brüllen)
Schauspieler 1 und 2 (versuchen die Musik zu übertönen): "BRÜÜÜLLLL, BRÜLLBRÜLLBRÜLL!!!"
Schauspielerin 2 (erzählt eine Selbstmordgeschichte, aber natürlich lauthals lachend, von wegen Kälte und Abgestumpftheit, Sie verstehen?): "BRÜÜLL! HAHAHAHA! BRÜLLL! HAHAHA! BRÜLLBRÜLL!"
Zuschauer: Verlässt, vom inhaltsleeren Dauerlärm unendlich angeödet und voller Mitleid für das gegen die visuelle Einfallslosigkeit der Inszenierung tapfer anspielende Schauspieler-Ensemble nach einer guten Stunde das Theater und bereut den verkorksten Abend.
24.02.2019 11:51
Petra Maria Wirth schrieb zum StückEin grüner Junge
Ein großartiger Abend von hoher Intensivität, Kraft und Schönheit - iimpulsiv und eindrücklich - Schauspieler*innen, denen man nicht aufhören will zu folgen - eine Bühne , Kostüme und Licht voller Haptik und Strahlkraft, die nicht enden will - eine Abend weit über Köln hinaus !!! ----- DANKE hierfür - nach drei Stunden war mein Vermögen, dies Wunderbare in mir auf zu nehmen voll und erfüllt - und ich musste gehen - aber macht nix, ich komme wieder !!

Uraufführung: 01. November 2018

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