Eines langen Tages Reise in die Nacht

von Eugene O'Neill

Leider steht die Aufzeichnung von EINES LANGEN TAGES REISE IN DIE NACHT aufgrund eines technischen Fehlers aktuell nicht zur Verfügung. Bitte entschuldigen Sie!

Dauer: 3 STD • EINE PAUSE
Besetzung
James Tyrone
André Jung
Mary Tyrone
Astrid Meyerfeldt
Jamie Tyrone
Edmund Tyrone
Cathleen
Maria Shulga
 
Regie
Bühne
Philip Bußmann
Kostüme
Katharina Beth
Licht-Design
Mark van Denesse
Musikalische und akustische Beratung
Dramaturgie
Lea Goebel
Kommentare
01.02.2020 00:35
Vidrohi schrieb zum StückEines langen Tages Reise in die Nacht
Beklemmend und in jeder Beziehung beeindruckend.
Meyerfeldt und Jung sind unglaublich gut.
Das war eine Attacke auf alle die in einer Beziehung (die Mutter aller Katastrophen) sind.
Ich meine, wenn ich im Theater keinen klaren Spiegel hingehalten kriege..wo dann ?
Gerade das Bühnenbild ....besser geht nicht.
Klar, das Publikum ist geschockt.
Soll es ja auch.
Die letzte Katharsis Szene hat nach meinem Empfinden die Balance der Inszenierung zerstört.
Oder es bräuchte einen anderen Schauspieler.
Ansonsten vom Feinsten.
Wenns nach mir ginge, könnte das Theater immer an diesem Platz bleiben.
Danke.
25.01.2020 00:51
Friedrich S. schrieb zum StückEines langen Tages Reise in die Nacht
Eines langen Tages Reise durch die Nacht gehört zu meinen Lieblingsstücken. O'Neill verarbeitet hier sehr emotional und bewegend eine persönliche Geschichte. Diese inszenierung ist leider eine Pleite auf ganzer Linie und vermag an keiner Stelle zu berühren.
1. Jeder Schauspieler spielt seine Szenen vielfach alleine in einer Box (nicht von jedem Platz ist alles zu sehen) und trägt seinen Text wie bei einer Lesung am Bühnenrand stehend zum Publikum gewandt vor. Somit kommt kein wirkliches Gespräch unter den Darstellern zustande. Was das soll erschließt sich mir nicht.
2. Sämtliche Gesten, Handlungen und Emotionen werden extrem lustlos und nuschelnd aus dem off von Maria Shulga vorgetragen. Kann es sein, dass man den Schauspielern die Fähigkeit abspricht, diese selbst darzustellen?
Das ist gar nicht so abwegig, denn (3.) André Jung spielt unterirdisch schlecht. Astrid Meyerfeldt agiert mit zu vielen lächerlichen Übertreibungen, was teilweise an ein Schmierentheater erinnert. Einzig Nikolay Sidorenko zeigt sein Können und Sean McDonagh ist einfach klasse.
Im Ganzen wurden uns drei quälende Stunden geboten, die von Minute zu Minute langweiliger wurden und nicht überzeugen konnten.
Echt sehr schade, wo wir doch in Köln anderes gewohnt sind.
11.01.2020 09:55
Barbara B. schrieb zum StückEines langen Tages Reise in die Nacht
Gestern Abend habe ich mal wieder verstanden, warum ich so gerne ins Theater gehe - ein Stück, das mir wirklich ans Herz gegangen ist. Danke an die wunderbaren Schauspieler, besonders Astrid Meyerfeldt. Danke für das tolle Bühnenbild, die Inszenierung...
Da kann ich auch aushalten, dass der Veranstaltungsort seine Grenzen hat und der Weg ins Theater so umständlich geworden ist.
05.01.2020 22:47
Dieter Kottenhoff schrieb zum StückEines langen Tages Reise in die Nacht
Das Stück war schwer zu ertragen, weil das Depot 1 mal wieder restlos überheizt war. Warum bekommt das Schauspiel Köln das auch nach Jahren nicht in den Griff????
Das Stück selbst: Dramatisch und emotional. In einigen Szenen wurde aber mehr geschrien als gesprochen mit der Folge, dass inhaltlich kaum etwas rüberkam.
Überraschend die Pause bereits nach 60 Minuten und nicht erst nach der Hälfte!
Dennoch: Eine packende Aufführung, wozu auch das interessante Bühnenbild beitrug. Danke für den Abend!
Und dann ging es endlich wieder an die frische Luft.
21.11.2019 22:50
J.Si. schrieb zum StückEines langen Tages Reise in die Nacht
Bei der Premiere fiel - nicht zum ersten Mal - auf, dass die Souffleuse gut zu tun hatte. Sind die Vorbereitungszeiten dermaßen knapp? Der Tiefpunkt war ein garstig gegockelter Treppenfallmonolog mit angegriffener Stimme und Künstelei. Wobei generell undeutlich und in der zweiten Hälfte bei nachlassender Konzentration plötzlich mit diverser Sprachfärbung (einmal kurz sogar falsches Deutsch) gesprochen wurde. Astrid Meyerfeldt spielte den Rest schon fast boshaft an die Wand. Ein Bühnenberegnen wirkte nur klischeehaft. Teils Flucht sofort nach Ende des Stücks. Es wirkte wie Jungclaqueure, dass überhaupt auch vernehmlich geklatscht wurde.

Die Bühnenidee hingegen ist bedenkenswert, und Luk Perceval schätze ich eigentlich. Mit diesem Stück traf er auch eine gute Wahl. Dramatisch passiert wenig, emotional türmen sich aber die Abgründe der Familie.
Dennoch konnte ich die begeisterten Rezensionen in Druckmedien überhaupt nicht nachvollziehen. Das Stück hätte ich in der Zeit wohl lieber gelesen. Doch gucken und sehen Sie selbst.

Premiere am 15. November 2019

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