Perikles

von William Shakespeare in einer Fassung von Stefan Bachmann und Barbara Sommer
Der junge Perikles, Prinz von Tyrus, bricht zu einer Reise auf, die für ihn zur lebenslangen Irrfahrt werden wird. Von Land zu Land wird er gespült, vor Rätsel gestellt, muss flüchten, wird zum König gekrönt, verliebt sich Hals über Kopf, verliert seine Frau und die gemeinsame Tochter und kapituliert angesichts seines Schicksals. Von seiner Trauer überwältigt, schwört er, sich nicht mehr zu waschen, sich das Haar nicht mehr zu schneiden und nicht mehr zu sprechen. Aber das Schicksal ist launisch und undurchschaubar – so wie es Perikles allen Hoffnung genommen hat, hält es schließlich doch noch Wunderbares bereit.
Stefan Bachmanns Inszenierung dieses selten gespielten Shakespeare-Stücks kam 2011 im Kasino am Burgtheater Wien zur Premiere. Acht Schauspieler und zwei Musiker schlüpfen mit überbordender Spielfreude und rasanten Kostümwechseln in die fast 80 Rollen des Stücks. Gemeinsam erkundet das Ensemble den Lebensweg des Perikles, der im Stück episodenhaft vom »jugendlichen Sündenfall« bis ins »hohe, weise Alter« erzählt wird. Die Zuschauer sitzen dabei auf zwei sich gegenüberliegenden Podesten mit im Boot und werden Zeugen der Irrfahrt. Mit großer Lust am Erzählen changiert die Inszenierung spielerisch zwischen unterschiedlichsten Genres – ist mal märchenhafte Romanze, dann große Tragödie und nicht selten urkomische Farce.

»Wenn das Leben des Königs von Tyrus zu Ende geht, fügt sich alles noch zu einem Happy End. Schluss einer Geschichte von Glück und Willkür, durch die ein Erzähler (Kaveh Parnas) führt, bei Bachmann als Sänger, der die Wirrnisse immer wieder ordnet. Es sind kurzweilige drei Stunden, die uns auf angenehmste Weise erklärten: Das Glück ist ein Vogerl und das Leben launisch. Bei Herbert Achternbusch hieß das: Du hast keine Chance, aber nutze sie!« (Süddeutsche Zeitung, 20.09.2011)

Übernahme Burgtheater Wien
Besetzung
Regie / Bühne
Kostüme
Annabelle Witt
Musik
Kaveh Parmas, Andreas Radovan
Video
Moritz Grewenig
Dramaturgie
Barbara Sommer
TWITTER

Kölner Premiere: Frühjahr 2014

Weitere Stücke

Warten auf Godot

(En attendant Godot)
von Samuel Beckett 

Die Hermannsschlacht

von Heinrich von Kleist 

Schwarzwasser

von Elfriede Jelinek

Eine Frau bei 1000°

basierend auf dem gleichnamigen Roman von Hallgrímur Helgason

Wut

von Elfriede Jelinek 

PEEPING TOM

Triptych: The missing door, The lost room and The hidden floor

MARIA CAMPOS

Sets of Sets

BATSHEVA DANCE COMPANY

The Look / George & Zalman / Black Milk

Die Räuber

von Friedrich Schiller mit einem Monolog über die Freiheit von Carolin Emcke

Atemschaukel

von Herta Müller  in einer Fassung für das Theater von Bastian Kraft   

TRIPLE
Metric Dozen / Liedgut / My Generation

von Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln

Stefko Hanushevsky erzählt: Der große Diktator

Ein Stück von Stefko Hanushevsky, petschinka und Rafael Sanchez 

Die Walküre

frei nach Richard Wagner • eine Performative Installation von T.B. Nilsson & Julian Wolf Eicke

New Ocean Sea Cycle

von Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln 

Nora

von Henrik Ibsen・Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel

Früchte des Zorns

von John Steinbeck 

Metropol

nach dem gleichnamigen Roman von Eugen Ruge  in der Theaterfassung von Armin Petras 

Utopolis Köln

von Rimini Protokoll (Haug/Kaegi/Wetzel)

Die Blechtrommel

von Günter Grass • in der Bühnenbearbeitung von Oliver Reese

Jugend ohne Gott

von Tina Müller • nach Ödön von Horváth

Saison der Wirbelstürme

nach dem Roman von Fernanda Melchor • aus dem mexikanischen Spanisch von Angelica Ammar  

(Noch ohne Titel)

von Ibrahim Amir 

Don Karlos

von Friedrich Schiller 

Die Jungfrau von Orleans

von Friedrich Schiller        

Reich des Todes

von Rainald Goetz

All for one and one for the money

von Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln 
OK
Zur Bereitstellung der Funktionen sowie zur Optimierung der Webseite verwenden wir Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.