PREMIERE

ENGEL IN AMERIKA

Teil 1: DIE Jahrhundertwende naht
Teil 2: Perestroika
von Tony Kushner
aus dem Englischen von Frank Heibert
Open Air
PREMIERE:
Mai 2022
1981 – vor genau vierzig Jahren – werden in den Vereinigten Staaten von Amerika bei jungen Männern aus Großstädten ungewöhnliche Fälle von Lungenerkrankungen entdeckt. Diese werden später als eine der ersten bekannten Fälle von AIDS in die Geschichte eingehen. Doch es wird sieben Jahre dauern, bis der damalige republikanische Präsident Ronald Reagan zum ersten Mal in der Öffentlichkeit über die Krankheit spricht. Die Gefahren, die von der AIDS-Epidemie ausgehen, werden unter der konservativen Regierung über mehrere Jahre hinweg systematisch kleingeredet und vernachlässigt.

Das AIDS-Trauma bewegt den US-amerikanischen Autor Tony Kushner, selbst Teil der New Yorker Homosexuellen-Community, zutiefst. Als er Anfang der 1990er Jahre davon träumt, dass ein Engel ans Krankenhausbett eines ihm nahestehenden, an AIDS erkrankten Tänzers herabsteigt, entsteht die Idee für sein monumentales Meisterwerk ENGEL IN AMERIKA. Das Stück überzeugt in seiner messerscharfen Sezierung einer an sich selbst erkrankten Gesellschaft bis heute und gewinnt inZeiten von Corona-Pandemie und rechtem Backlash auf geradezu beunruhigende Weise erneut an Bedeutung. Der Regisseur Moritz Sostmann bringt Kushners magisch-realistisches Stück unter freiem Himmel zur Aufführung.

Kostüm: Elke von Sivers