PREMIERE

Falstaff

EIN SHAKESPEARE-PROJEKT
von Jan Bosse
Depot 1
PREMIERE:
18. März 2022
Machtkampf in England. In einer kleinen Phase eines trügerischen Friedens lehnen sich Rebellen gegen den König auf, der ihrer Meinung nach zu Unrecht auf dem Thron sitzt. Unruhige Zeiten also – mittendrin ein Außenseiter: Falstaff, der sinnenfrohe, feier- und trink- freudige Ritter ohne Pferd. Die von Shakespeare erfundene Bühnenfigur hat nicht nur durch Adaptionen des Stoffes in Oper, Film und Theater Spuren hinterlassen, er wurde zum Inbegriff des Genussmenschen und als dieser zum Beispiel auch Namensgeber eines Gourmetmagazins. Shakespeare hat ihn in seinen Stücken mehrfach auftreten lassen; vor allem aber in den beiden Dramen »König Heinrich IV. Teil 1+2« ist er Protagonist an der Seite des zum Thronfolger bestimmten Prinzen Hal und diesem in tiefer Freundschaft verbunden. Während der Prinz zunächst noch unentschieden im Dilemma zwischen Hedonismus und Vernunft, Party und Staatsräson taumelt, verbringt der Underdog Falstaff sein Leben eindeutig lieber in Kneipen als auf den Schlachtfeldern, hält sich mit Straßenraub und als Kriegsgewinnler über Wasser und versteht es meisterhaft, sich durch seine pointenreichgewitzte Rhetorik immer wieder aus heiklen Affären zu retten.

Nach Jan Bosses Inszenierung von WARTEN AUF GODOT im September 2020, soll nun endlich die bereits vor Corona-Zeiten geplante Produktion FALSTAFF im März 2022 in seiner Regie Premiere feiern. Apropos: Wie war das noch mit dem Feiern? Der Feier des Lebens? Auch – oder gerade – in schwierigen Zeiten...
Regie: Jan Bosse
Bühne: Moritz Müller
Kostüm: Kathrin Plath
Komposition: Arno Kraehahn · Carolina Bigge
Live-Musik: Carolina Bigge
Dramaturgie: Gabriella Bußacker