Reich des Todes

von Rainald Goetz
Kooperation mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus
Depot 1
Premiere:
Herbst 2021
Das neue Stück von Rainald Goetz trägt im Titel ein Zitat aus dem Glaubensbekenntnis: »Reich des Todes«. In diesen imaginierten Hades ist der Autor hinabgestiegen, wo er sein Personal von einem Bruch in der Zivilisationsgeschichte berichten lässt. Rainald Goetz ist als Schriftsteller auch immer ein Chronist der Gegenwart und der jüngeren Vergangenheit, ein Autor, der die Zeit, die er beschreibt, umwandelt in seine »Ichzeit«, wie es Maxim Biller einmal genannt hat – in die künstlerische Begreifbarmachung des eigentlich Geschehenen. In »Reich des Todes« ist dies die Geschichte des historischen Niedergangs nach dem 11. September 2001. Goetz und sein Personal aus Politik, Militär, Jurisprudenz, aus Strippenziehern, Folterknechten und Geschundenen erzählen von der Zeitenwende, die die Anschläge von 2001 einleiteten. Sie erzählen vom langen Schatten, den die brennenden WTC-Türme warfen und in dem sich Überwachungsstaat, Staatsfolter und maßloser Machtmissbrauch Bahn gebrochen haben.

Eine Erzählung von dem Bruch mit allem, was uns als Gesellschaft vermeintlich ausmacht – geworfen in die Goetz’sche Assoziations- und Verknüpfungsmaschine, die virtuos und glasklar das Böse im Menschen als Konstante beschreibt, über alle historischen und geographischen Grenzen hinweg.
Bühne: Olaf Altmann
Choreografie: Sabina Perry
Dramaturgie: Beate Heine · Robert Koall
Cathleen Baumann
Rosa Enskat
Claudia Hübbecker
Leo Henrichs, Sven Kaiser, Zuzana Leharová & Annette Maye
Live-Musik