Die Mezzosopranistin Adriana Bastidas-Gamboa wurde in Cali, Kolumbien, geboren und absolvierte ihr Gesangsstudium am Konservatorium ihrer Heimatstadt, ergänzt durch ein Aufbaustudium an der Kölner Musikhochschule. In der Spielzeit 07/08 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios der Oper Köln und wechselte bereits 2008 ins Ensemble der Oper Köln, wo sie seitdem festes Mitglied ist.
An der Oper Köln war sie in einer Vielzahl von Rollen zu erleben u. a. als Martina Laborde in „Love and other Demons“ von Peter Eötvös, in den Titelpartien von Bizets „Carmen“ und Händels „Rinaldo“, als Maddalena in „Rigoletto“, Dorabella in „Così fan tutte“, Olga in „Eugen Onegin“, Suzuki in „Madama Butterfly“, Judith in „Herzog Blaubarts Burg“, Faust/a in „Das Lied der Frauen vom Fluss“, als Preziosilla in „La forza del destino“, Margarita in York Höllers „Meister und Margarita“, Le Pélérin in „L’amour de loin“ und als Rosina in der Ruth-Berghaus-Inszenierung von „Il barbiere di Siviglia“. In dieser Rolle gastierte sie auch wiederholt an der Staatsoper Berlin.
Zu ihren jüngsten Partien zählen Angelina in Rossinis „La Cenerentola“, die Titelpartie in Purcells „Miranda“, Federica in Verdis „Luisa Miller“, Cornelia in „Giulio Cesare in Egitto“, Virtù & Ottavia in „L‘Incoronazione di Poppea“, Mutter in „Hänsel und Gretel“, Zia Francesca in Frank Pescis „The Strangers“ und Mrs. Sedly in „Peter Grimes“.
Im Mai 12 wurde ihr in Anerkennung ihrer besonderen Leistungen an der Oper Köln der Offenbach-Preis verliehen. 2013 erschien unter dem Titel „Un viaggio in Italia“ ihre erste Solo-CD, mit der sie einen musikalischen Streifzug durch Stationen ihrer Laufbahn unternahm. Bei den Münchner Opernfestspielen der Bayerische Staatsoper war sie 2016 in der für sie komponierten Partie der Penthesilea in der Uraufführung von Hauke Berheides Oper „Mauerschau“ zu erleben. Bei den Opernfestspielen 2019 folgte Felix Leuschners „Requiem für einen Lebenden“. Außerdem sang sie unter der musikalischen Leitung von Gabriel Feltz im Verdi-Requiem mit den Dortmunder Philharmonikern, Judith in „Herzog Blaubarts Burg“ mit dem Philharmonischen Orchester Belgrad und den Dortmunder Philharmonikern sowie mit dem Flandrischen Sinfonieorchester und Jan Latham-Koenig in „El amor brujo“ von Manuel de Falla.
In der Spielzeit 24/25 standen an der Oper Köln die Titelrollen in „Carmen“ und „Maria de Buenos Aires“, Medoro in „Orlando“, Fenena in „Nabucco“, die Erste Magd in „Elektra“ und Cornelia in „Giulio Cesare in Egitto“ auf dem Programm.
25/26 ist sie u. a. in „Manon Lescaut“, als Erda in „Das Rheingold“, als Angelina in „La Cenerentola“, als Schwertleite in „Die Walküre“, als Woman in „Picture a day like this“ und in der Titelrolle in „Tancredi“ zu hören.
In der Spielzeit 26/27 wird sie als Kain in Alessandro Scarlattis „Kain und Abel“ in der Erfolgsinszenierung von Dietrich W. Hilsdorf, die 2020 am Aalto-Theater in Essen ihre Premiere feierte, zu sehen sein. Außerdem verkörpert sie Lucile / Rosita in Hans Werner Henzes „La Piccola Cubana“, die anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten präsentiert wird, sowie Erda in Richard Wagners „Siegfried“, dem neuen Kölner Ring-Konzept von Paul-Georg Dittrich. In Giuseppe Verdis „Macbeth“ verkörpert sie Lady Macbeth in der am Teatro La Fenice gefeierten Produktion von Damiano Michieletto aus dem Jahr 2018. Darüber hinaus singt sie Maddalena in Giuseppe Verdis „Rigoletto“ sowie Virtù / Ottavia in Ted Huffmans hochgelobter Inszenierung von Claudio Monteverdis „Die Krönung der Poppea“.