Unterweger
Österreichischer Knastpoet, Frauenschwarm, Journalist, verurteilter Mörder: Jack Unterweger war vieles, und er spielte im Laufe seines Lebens zahlreiche Rollen. Während seiner ersten Inhaftierung, zu der er wegen Mordes an einem 18-jährigen Mädchen verurteilt war, veröffentlichte er seinen ersten Roman, der ihm sofort Ruhm verschaffte. Eine Petition für seine Freilassung unterzeichneten u. a. Elfriede Jelinek, Ernst Jandl und Günter Grass. Nach 15 Jahren Haft dann die Freilassung: Unterweger wird zum Paradebeispiel „geglückter Resozialisierung“. Doch 1994 folgt die zweite Verurteilung — wegen Mordes an neun Frauen. UNTERWEGER spürt der irrationalen Faszination nach — ein Abend über Lust und Mitleid, Anziehung und Ekel, Urteil und Gnade.
- Regie Branko Janack
- Bühne Michael Sieberock-Serafimowitsch
- Kostüm Mona Ulrich
- Dramaturgie Lidia Polito
Voll schaurigem Elan verwandelt sich Birgit Unterweger von der Nonne zum ‚Jackie‘ im ikonischen weißen Anzug und beschwört den heute kaum noch nachvollziehbaren Personenkult um den charmanten Killer herauf.