Ach! – Ein Kleist-Porträt
Termine
März-Termine verfügbar ab dem 5.2.26
Der persönliche Soloabend von Ensemblemitglied Jonas Dumke ist eine Hommage an den zerrissenen Geist und Sprachkünstler Heinrich von Kleist. Mit Zitaten aus seinen Briefen, Novellen und Dramen entsteht das schillernde Kaleidoskop eines Dichters, dessen Charakter und Biografie ihn einerseits zu großer Kreativität beflügeln, ihm andererseits das Leben und Schaffen erschweren – bis zu seinem tragischen Ende. Vom jungen Soldaten bis hin zum Außenseiter der Literatur zeichnet der Abend das Porträt eines Geistes, der sich nach seiner Verwirklichung sehnt.
ACH! EIN KLEIST-PORTRÄT spielte bereits in Bern und in Aachen, wurde zur Woche Junger Schauspieler*innen 2024 nach Bensheim eingeladen und dort mit dem Günther-Rühle-Preis, dem Publikumspreis und dem Preis der Schülerinnenjury ausgezeichnet. Die Produktion gastierte zudem bei den Kleist-Festtagen 2024 in Frankfurt an der Oder sowie am Theater Krefeld und Mönchengladbach.
- Regie Lukas Bangerter
- Lightdesign Lukas Bangerter und Eduard Joebges
- Dramaturgie Kerstin Grübmeyer
- Mit Jonas Dumke
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Fesselnd und verzweifelt-komisch.
Dumke schafft es, dass der Abend nicht als düster und dramatisch in Erinnerung bleibt. Viel mehr gibt es zwischendurch immer wieder komische Momente, die die Zuschauer herzhaft lachen lassen.
Es ist ein kompromissloses und absolut persönliches Solo. Die Grenze zwischen der Figur Kleist und dem agierenden Menschen auf der Bühne verschwimmt durch das Spiel zwischen Distanz und Identifikation.
Wie er die Worte anfangs mit feiner Artikulation in den Raum haucht und die zunehmende Verzweiflung seiner Figur immer hastiger mit fliehendem Blick und atemlosem Sprechen nachzeichnet, ist faszinierend.
Jonas Dumke bei diesem Monolog zuzusehen ist eine große Freude, er spielt phänomenal und sorgt mit viel Respekt und spürbarem Herzblut für einen ehrenvollen Nachhall des großen Heinrich von Kleist.
Textkaskaden, brillant gesprochen, steigern sich bis zur Raserei.
Dumke windet sich gekonnt durch verschlungene Satzketten und rhythmisch getaktete Gedankengänge.
Jonas Dumke spielt den Kleist mit lebhafter, expressiver Gestik und wacher, beredsamer Blickregie. Sein dynamisches Spiel zieht durch kreative Darstellungswechsel in Bann.
Ein wunderbar berührendes und tiefgreifendes Destillat.