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IS THIS REAL?

IS THIS REAL?


Ein Gespräch über Milliardäre, Faschismus, Sicherheit und neue Technologie, die die Weltordnung verändert.

Viola Köster (VK)

Lieber Alex, deine Hauptfigur, die Tech-Gigantin Ava Park, hat eine Software entwickelt, mit der man die Zukunft statistisch voraussagen kann. Sie verdient viel Geld mit Geschäften mit Staaten und Sicherheitsbehörden, und nun ist sie dabei, gemeinsam mit Tara, ihrer Architektin und Sicherheitsberaterin, eine unterirdische Bunkeranlage in der Wüste zu bauen, falls die Zeiten rauer werden sollten. Dort trifft sie den berühmten Dokumentarfilmer Noah Finch für ein Interview. Noah wiederum hat eine Tochter, June, die als antifaschistische Aktivistin im Gefängnis sitzt, vielleicht noch vor der Tat überführt durch Avas „Atlas Analytics“. Sie befindet sich im Hungerstreik, und Noah macht sich natürlich wahnsinnig Sorgen, will sie aus dem Gefängnis holen. Gleichzeitig will er aber dieses Interview mit Ava für seinen neuen Film aufnehmen. Und dann gibt es noch Billy, die exekutive Gewalt in der sogenannten Zone, der die Bunkeranlage durch sein Sicherheitspersonal bewachen lässt. Was hat dich dazu gebracht, MONEYLAND zu schreiben? Was fasziniert dich so an dieser Tech-Welt?

Alexander Kerlin (AK)

Das Silicon Valley, dieser verhältnismäßig kleine Landstrich in den USA, der die ganze Welt mit seiner Technologie vor sich her treibt, beschäftigt mich schon eine ganze Weile. Diese Erdregion ist ein Kraftfeld, von wo aus schon lange sehr viel in die Welt gesendet wird. Heute werden dort Soft- und Hardware entwickelt, die morgen unser Leben dominieren werden, und zwar häufig von dreißigjährigen Multimillionären in Smashing Pumpkins-T-Shirts, kurzen Hosen und Flipflops. Ich bin über ein Buch gestolpert, „Survival of the Richest“ von Douglas Rushkoff, ein kapitalismuskritischer Medientheoretiker, der davon erzählt, wie er in die Wüste zu einem Vortrag eingeladen wird. Zunächst glaubt er, dass er dort zu vielen Menschen über Technologie und Gesellschaft sprechen wird, aber stattdessen trifft er auf eine Handvoll Superreiche in einem Luxusresort, eingezäunt zwischen den Bergen, mitten in der Wüste. Die Milliardäre interessieren sich natürlich null für seine marxistische Analyse, sondern sind mit ihren eigenen Sorgen beschäftigt: Würde er ihnen eher zu Bitcoin oder Ethereum raten? Und vor allem wollen sie seinen Ratschlag dazu, wie sie das Sicherheitspersonal in ihren Privatbunkern, die sie z. B. in Neuseeland bauen, im Fall der Apokalypse loyal halten können. In dieser seltsamen Konfrontation eines linken Intellektuellen mit Tech-Kapitalisten, die sich auf den Weltuntergang vorbereiten, habe ich eine theatrale Situation gerochen. 

VK Später kam noch ein weiteres Sachbuch hinzu, das dich inspiriert hat: „Kapitalismus ohne Demokratie“ von Quinn Slobodian. Es geht um Sonderwirtschaftszonen wie Dubai, Hongkong, Singapur oder die Londoner City. 

AK Bunker sind Zufluchtsorte für Körper, und diese Sonderwirtschaftszonen sind Zufluchtsorte für Geld. Auch das Kapital will ja in Sicherheit sein und sich in aller Ruhe vermehren können. Das ist für mich die Idee eines virtuellen Reichs, das ich „Moneyland“ genannt habe: wo die Körper der Reichen und ihr Kapital in Sicherheit sind. Aber natürlich sind diese Reichen auch wie das Tier aus Kafkas „Bau“, ihr Projekt ist bodenlos, sie können niemals sicher genug sein, die Abschottung ist ihnen niemals vollständig genug, bis in den Wahnsinn hinein. 

VK In Rushkoffs Buch steht ja die Warnung und die Kritik im Vordergrund. Ähnlich kritisch klingen auch die Podcasts über Peter Thiel oder Sam Altman aus dem Deutschlandfunk. Ich habe das Gefühl, bei dir geht es aber neben der Kritik auch stark um Faszination. In einem Vorgespräch hast du gesagt, was dich an dieser Tech-Welt so wahnsinnig interessiert, ist, dass sie die Lebenswelt von Menschen mit einem Schlag revolutionieren kann.

AK Mein Hauptantrieb beim Schreiben ist immer, etwas verstehen zu wollen, in andere Lebensrealitäten einzutauchen, um probeweise aus einer anderen Perspektive auf die Welt zu schauen. In diesem Fall habe ich das mit der Figur Ava Park gemacht, die ähnlich denkt wie der Unternehmer und rechte Aktivist Peter Thiel, der jetzt in aller Munde ist. Bei ihm gibt es eine große Staatsfeindlichkeit in der Tradition der Anarchokapitalisten mit Denkern wie Murray Rothbard. Ein Fetisch im Silicon Valley ist die Disruption, also die Vorstellung von der einen Idee, der einen technischen Innovation, dem einen Produkt, das die ganze Welt auf den Kopf stellen wird. Junge Stanford-Studienabbrecher begeben sich mit diesem Traum in die Start-up-Welt im Valley und sagen: Ich möchte jetzt diese App entwickeln, die ich dann zu einem gigantischen Preis verkaufen kann. Echte Erschütterungen sind selten, aber sie kommen vor, und wenn sie stattfinden, haben sie ungeheuerliche Konsequenzen. Facebook war so ein großer Einschnitt in der Kommunikation. Uber, Netflix und jetzt ChatGPT. Ich finde es faszinierend und erschütternd, wie meine Töchter dann mit süchtig machenden Algorithmen zu tun bekommen, die auf der anderen Seite des Erdballs in dem Bewusstsein entwickelt worden sind, ihre Abhängigkeit zu bewirtschaften. Das ist eine ungeheure Kraft, der sich ein Teenager gar nicht so leicht widersetzen kann, und auch für uns Erwachsene ist es unglaublich schwer. Und so ist man täglich mit der Frage konfrontiert, was das eigentlich für eine Energie ist, die von Kalifornien aus in die Welt strahlt. Welche Ideologien stecken genau dahinter? Jetzt, wo die mögliche Auslöschung der Menschheit durch KI ein zentrales Thema in den Medien ist, scheint mir das keine nebensächliche Frage zu sein. 

VK Wenn du so über die Disruption sprichst, dann steckt da beides zugleich drin, Zerstörung und Erneuerung. Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey untersuchen in ihrem neuen Buch „Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus“ die unterschiedlichen Typen des „libertären Autoritarismus“, sie sprechen auch über den Unterschied zwischen Erneuerern und Zerstörern. 

AK Stimmt, in der Idee der Disruption steckt auch die Idee der Zerstörung. Uber konnte nur so revolutionär sein, weil es das traditionelle Taxi-Geschäft komplett unterhöhlt hat. Mit dieser Idee von vollständiger Zerstörung, die als Einzige das Neue ermöglicht, sind wir bereits in den ideologischen Gefilden der Antimoderne und nicht weit weg von Ideologen wie Steve Bannon. Ich glaube, dass es in diesem Theater des Silicon Valley, oder besser gesagt, in diesem Theater der technologischen Eskalation, ein paar klassische Bösewichte gibt, aber bei näherem Hinsehen ist diese Einteilung in Gut und Böse nicht so leicht. Wenn wir beispielsweise über Sam Altman reden, Mitbegründer und CEO von OpenAI, dann gibt es einen Anteil an ihm, der fest daran glaubt, dass er mit seinem Produkt die Welt besser macht. Und zum Teil hat er damit ja auch recht. KI wird sehr wahrscheinlich dabei helfen, eine neue Epoche der Medizin einzuläuten und viele Probleme zu lösen. Aber es ist gerade sehr schwierig, wirklich zu beurteilen, was kommen wird. Bill Gates hat kürzlich über KI geschrieben, sie sei „sowohl das mächtigste Instrument zur Förderung von Gerechtigkeit, das die Menschheit je erfunden hat, als auch die größte Bedrohung für die Gerechtigkeit.“ Und seit kurzem geistert diese Zahl von 10 % Wahrscheinlichkeit durch die Medien, dass die Menschheit bald ganz von KI ausgelöscht wird. Wenn das also die Spanne der möglichen Zukünfte ist …

VK In MONEYLAND hast du eine Welt etabliert, in der es immer wieder zu Glitches kommt, zu Störungen in der Wirklichkeit der Figuren. Man hat das Gefühl, dass das, was geschieht, nur eine Option dessen darstellt, was passieren könnte. Vielleicht passiert es wirklich, vielleicht auch nicht, aber es könnte passieren, es ist vorstellbar. 

AK Ich wollte eine Virtualität in das Geschehen einbauen. Die Figuren befinden sich in so einer Art Rekonstruktion von Wirklichkeit und nicht in der Wirklichkeit selbst. Von dieser existenziellen Unsicherheit sind sie befallen wie von einem Virus. Noah versucht, der Wirklichkeit auf die Schliche zu kommen, aber er scheitert daran. Er kommt in diesem Bunker an und ist sowieso schon derangiert von der langen Fahrt und der Situation mit seiner Tochter. Von der Aufregung, Ava Park zu treffen und über sie einen Film machen zu können, ganz zu schweigen. Das ist, als hätte man plötzlich einen Zugang zu Elon Musk oder Mark Zuckerberg, das will man als Filmemacher nicht verballern. Er kommt also dort an und merkt, etwas stimmt hier nicht, aber er kann nicht mit dem Finger darauf zeigen. Seine Weltwahrnehmung sackt ihm weg, seine Körperteile machen komische Dinge, er behauptet, seine Füße gingen ohne ihn los, seine Hände tun ihm grundlos weh. Die ganze Zeit ist irgendwas mit seinem Körper. Ich bin selbst jemand, der obsessiv beobachtet, was mit der eigenen Wahrnehmung geschieht. Und ich lasse mich auch schnell verunsichern, ob die Realität die Realität ist. Da haben die Strukturalisten mit ihrer Infragestellung des Wirklichen ein starkes Echo in mir hinterlassen. Von Marshall McLuhan gibt es diesen Gedanken, den wir auch im Stück aufgreifen: Wenn eine neue Technologie in die Welt tritt, schafft sie eine neue Umwelt, die unser sinnliches Gleichgewicht radikal verändert. Noahs Weltverlust ist für mich ein Zeichen der Zeit. Wir haben heute noch nicht einmal den „Gegenwartsschock“ (Rushkoff), den die sozialen Medien uns eingehandelt haben, richtig verarbeitet. Und jetzt kommt mit KI schon das nächste Brett. Unsere Körper halten dem nur schwer stand. Als lebendige Wesen mit nur eingeschränkter Fähigkeit, uns mit Gelassenheit und Humor selbst zu betrachten, sind wir noch gar nicht angekommen in dieser Welt mit ihren vielen zusätzlichen Schichten von Realität. Und das führt zu Verunsicherung, Angst und Depressionen. 

VK Die erste Realitätsebene hat nicht mehr die komplette Kontrolle über die anderen Realitätsebenen? Das autonome Subjekt ist nicht mehr die Herrin der eigenen Wahrnehmung? 

AK Was ist überhaupt die erste, also „vorderste“ Realitätsebene? Bin das ich im Smartphone oder bin das ich in der Welt? Im Moment habe ich noch das Gefühl, dass ich mir sicher bin. Es ist Sommer, es ist heiß, ich gehe schwimmen. Das ist die Wirklichkeit, oder? Aber es häufen sich die Momente, in denen ich mich nach dem Aufblicken aus dem Smartphone, zum Beispiel in der U-Bahn, erstmal wieder orientieren muss. Wo bin ich genau? Manchmal schieben sich auch kurze Nachbilder aus der Onlinewelt, die auf meiner Retina nachglühen, in mein Sichtfeld. Die Wirklichkeiten der Sozialen Medien zerstreuen und zerstückeln mich. Und nun kommt als Problem noch obendrauf, dass ich nicht mehr sicher erkennen kann, ob ein Bild überhaupt ein real existierendes Objekt zeigt oder ob es KI-generiert ist. Das führt zu einem existentiellen Misstrauen gegenüber allem, was ich sehe. Wenn das kein krasser Einschnitt in der Menschheitsgeschichte ist! Das Sehen war doch immer der Evidenzsinn schlechthin. Diesen Moment kollektiver Verrücktheit in Gesellschaften, die einen neuen technologischen Schritt verarbeiten müssen, finde ich ungeheuer faszinierend. Als im 19. Jahrhundert die Telegrafie und die Fotografie erfunden wurden, wenig später das Kino, musste man plötzlich mit einem völlig neuen Verhältnis des eigenen Körpers zu räumlichen Distanzen und zur Zeit klarkommen. In der öffentlichen Debatte wird so etwas kaum als ein Thema verhandelt, das Schmerz verursacht. Wir brauchen Zeit und Geduld, damit wir die notwendigen Kulturtechniken entwickeln können, um als Gattung mit dem Horror solcher technologischen Umwälzungen klarzukommen. 

VK In MONEYLAND treibst du diese Verunsicherung so weit, dass der Simulationsraum, den es in Avas Bunkeranlage gibt und in den Noah öfter geschickt wird, sogar Zugriff auf sein Unterbewusstsein hat. 

AK Die Bunker-KI Samantha kann Noah scheinbar in allen Details lesen. Sie hat Zugriff auf alles, was er jemals im Netz hinterlassen hat, und sie beobachtet und misst ihn unaufhörlich. Das ist keine Dystopie, das ist die Realität. KI-Bots kennen unsere Stärken und Schwächen manchmal besser als wir selbst. MONEYLAND ist auch eine Auseinandersetzung mit Storytelling in Zeiten von KI. Ich habe im Schreibprozess für zwei Szenen auch KI genutzt, um Samanthas Redebeiträge schreiben zu können und für den Schlussmonolog von Billy, der diesen automatisierten KI-Ton haben sollte, gewissermaßen eine dystopische Weltvision, in der Nietzsches „Also sprach Zarathustra” einmal durch Claude gezogen wurde. Und so füttern wir die KIs an unseren Endgeräten permanent weiter, ich inklusive, geben ihnen Zugriff auf unseren Puls, unsere Blutwerte, unsere Krankheitsgeschichte, unsere intimsten Sorgen. 

VK Unsere Träume und Traumata ... Welches Weltbild oder, in den Worten der Start-up-Welt, welches Mindset steckt hinter dem großen Erfolg dieser Tech-Giganten? Deine Protagonisten unterhalten sich beispielsweise ja auch über Edward Bernays, den Vater der Public Relations, oder eben über den Medientheoretiker Marshall McLuhan. Aber auch Nietzsche mit seinem Topos des Übermenschen und Kant mit seiner Autonomietheorie scheinen durch. Und natürlich die Schriftstellerin Ayn Rand, die im libertären Amerika bis heute vergöttert wird. 

AK Im Silicon Valley existiert ein unüberschaubares Tohuwabohu ideologischer Konzepte. Eines der einflussreichsten ist sicher noch immer die auf Adam Smith zurückgehende „unsichtbare Hand des Marktes“. Die Grundidee besagt ungefähr, dass, wenn ich meine eigenen Interessen verfolge, ich unter bestimmten Bedingungen en passant etwas Gutes für die Welt bewirke. Dementsprechend ist es für die Tech-Kapitalisten auch kein Problem, die eigene Anhäufung von Reichtum moralisch nicht problematisch zu empfinden, weil sie fest davon ausgehen, dass sie mit ihren Produkten das Leben ihrer Mitmenschen grundsätzlich verbessern. 

Zweitens wirken noch immer die Fragen der Kybernetik aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach. Aus dem Wort „Kybernetik“ ging das Wort Cyberspace hervor, es leitet sich ab von dem griechischen Wort für Steuermann: die Wissenschaft davon, wie man komplexe Systeme steuert und regelt. Das hat man dann auch sozialpsychologisch auf große Menschengruppen verlängert: Wie kann man voraussagen, was sie tun werden und sie zu einem gewünschten Verhalten bewegen? Wer das am besten beantworten kann, dem gehört buchstäblich die Zukunft, der hat die Macht. Die Firma Palantir des Unternehmers Alexander Karp ist derzeit Weltmarktführer in polizeilichen Zukunftsvoraussagen, sie bedienen mit ihrer Software US-Geheimdienste, das israelische Militär, aber auch die Länder Nordrhein-Westfalen und Hessen. 

Drittens wären wir bei Max Weber und seiner Analyse der calvinistischen Lehre der Prädestination: Die Vorstellung, dass der Erfolg, den ich im Leben habe, ein Zeichen dafür ist, dass ich schon zu Beginn meines Lebens für das Himmelreich vorausgewählt war. Das verträgt sich meiner Meinung nach ganz gut mit einem plumpen Sozialdarwinismus, der die Schwäche und das Scheitern verabscheut. 

Und schließlich gibt es einen großen Fetisch der Freiheit im Valley. Freiheit, zumal unternehmerische, wird als Wert wichtiger genommen als zum Beispiel Gleichheit. Ich lasse mir nichts sagen, schon gar nicht vom Staat. Das hat paradoxerweise auch einen Ursprung in der kalifornischen Gegenkultur der 1960er und 1970er Jahre, diese bekiffte Subkultur, aus der die Hackerszene erwachsen ist und die auch die ersten utopischen Ideen für das Internet formuliert hat. Das wirkt bis heute fort, und man hat ein gutes historisches Beispiel dafür, wie linke in rechte Staatsfeindlichkeit kippen kann.

Alexander Karp von Palantir hat aber in „The Technological Republic“ klargemacht, dass im Valley längst nicht alle echte Libertäre in der Tradition des Wirtschaftswissenschaftlers Milton Friedman sind. Letztendlich haben viele von ihnen ihre Unternehmungen mit der Hilfe des Staates und seiner Infrastruktur aufgebaut. Das gilt besonders für Elon Musk, der sich trotzdem nicht davon abhalten lässt, sich mit Motorsäge als Zerstörer staatlicher Bürokratie zu inszenieren. Alexander Karp macht aus seiner Staatsnähe keinen Hehl, er blickt eher abschätzig auf das Silicon Valley mitsamt der wohlfeilen Staatsfeindlichkeit und der Fokussierung auf läppische Konsumgüter. Er sagt, wir müssen mit dem Staat, der uns schützt und unterstützt, kooperieren, wir müssen auch politisch und militärisch mit ihm zusammenarbeiten. 

VK Auf der einen Seite gibt es also die neoliberalen Ökonomen, die sagen, um Gottes Willen, so wenig Staat wie möglich – und auf der anderen Seite die autoritären Politiker, die sagen, der Staat muss sich mit Sanktionen und harten Regeln durchsetzen. Und diese beiden Sphären bilden nun ein neues Machtkonglomerat. 

AK Das kündigt sich schon länger an. Schauen wir auf die Raumfahrt. Über die letzten zwei Jahrzehnte sind die Produktionsmittel aus staatlicher Hand Stück für Stück in private Hände gewandert. Private Unternehmen wie SpaceX übernehmen Aufgaben, die früher staatlich organisiert waren. Der Himmel gehört zum großen Teil den Satelliten von Elon Musk, einem einzelnen Unternehmer, der mit darüber entscheidet, welche Kriegspartei auf sie zugreifen darf: Russland oder die Ukraine?

VK Mir scheint, da entsteht eine unkontrollierbare Lücke zwischen Herrschaft und ihrer Legitimation und Kontrolle. Vielleicht entstehen aus den Sonderwirtschaftszonen, über die Quinn Slobodian schreibt, die Staaten von morgen? Das wären dann aber keine Demokratien mehr, sondern Oligarchien, neue Formen der Feudalherrschaft.

AK Über die Karte der Nationalstaaten könnte man eine Karte der Sonderwirtschaftszonen legen, da ergibt sich ein anderes Weltbild. Jahr für Jahr kommen mehr hinzu, auch in Europa. Dort herrschen für Unternehmen andere Gesetze als im Rest des Landes. Jede dieser Sonderjurisdiktionen oder Kleinstaaten wie Hongkong, Dubai oder Liechtenstein kann Superreichen das Tor nach Moneyland öffnen. Das ist eine Form der Parzellierung, die Leuten wie Peter Thiel gefällt. Sie hassen die großen internationalen Organisationen wie die WHO oder die EU oder die UNO, die universelle Regeln durchsetzen wollen. Ihrer Meinung nach ist da eine autoritäre Weltregierung im Entstehen, die irgendwelche grünen und woken Ideale durchsetzen will – und das erste Opfer ist die Freiheit des Individuums und sein Recht auf Eigentum. Und deswegen finden sie, je mehr Staaten und Sonderwirtschaftszonen existieren, desto besser: Man hat dann einfach mehr Möglichkeiten, sein Geld vor hoher Besteuerung in Sicherheit zu bringen. 

VK Interessant ist natürlich auch dieser Widerspruch zu sagen, ich begebe mich in die Zone, also auf ein sehr kleines territoriales Gebiet, weil es mir vorrangig nicht um räumliche Macht geht. Aber ich möchte natürlich trotzdem auch außerhalb der Zone mitbestimmen, wie beispielsweise Elon Musk mit seiner zeitweiligen Rolle in der Trump-Regierung.

AK Da geht es nicht mehr nur um Herrschaft über Land, sondern über die Daten und vor allem über die globale digitale Infrastruktur. Der Unternehmer Michael Saylor hat den Erwerb von Bitcoin heute mit der Landnahme im 19. Jahrhundert verglichen. Die Blockchain als digitaler Grund und Boden, den man sich jetzt sichert, um später den Reichtum zu ernten. Das ist doch interessant. Die Erdoberfläche ist bis in den letzten Winkel erforscht und aufgeteilt, da muss man schon wie Putin Krieg führen, um neues Territorium für sich zu gewinnen. Deshalb haben sich alle Menschen vom Typ Eroberer nun auf die Kolonialisierung des Netzes verlegt, auf die Blockchains, auf die Errichtung von Datencentern – und in der physischen Welt richtet sich das Interesse Richtung Weltraum, Orbit, Mond und Mars. 

VK Damit ändern letztlich auch Begriffe ihren Gegenstand. Worüber sprechen wir, wenn wir heute Territorium sagen? Meinen wir dann noch die Erde, auf der wir stehen? Oder reden wir von Körpern, die Daten produzieren? 

AK Aus Sicht des Muskismus sind unsere Körper Daten abgebende Punkte im digitalen Raum. So ein Begriff wie Menschenwürde kommt den neuen Königen in ihren Bunkern vielleicht wirklich etwas anachronistisch vor. 

VK Diese neue Form von Herrschaft ist nicht mehr von Bürgerrechten begrenzt, die ein Rechtsstaat seinen Bürgerinnen garantiert. Oder durch Menschenrechte, die die Vereinten Nationen 1948 verabschiedet haben. In dem Moment, wo man die Dimension dieser Gefahr versteht, müsste man da nicht Widerstand leisten? Diese Frage hast du ja auch in Dein Stück hineingeschrieben. Da ist zum einen Billy, der eine Art ultrakonservativen bis rechtsradikalen Widerstand leistet, zum anderen aber auch June, die sich als antifaschistische Aktivistin begreift. Am Ende stehen sich Ava und June als Kontrahentinnen gegenüber. Ist das das Duell der Zukunft?

AK Ich habe mich vor ein paar Tagen mit einer jungen Regisseurin unterhalten und mir ist klar geworden, dass June keine Fantasiefigur ist. Die Regisseurin ist 25 Jahre alt und sagt, dass sie sich von ihren Eltern in erster Linie dadurch unterscheide, dass sie keine Pazifistin sei. Sie schließt Gewalt als Mittel nicht mehr aus. Das sind Sätze, die wir mit 25 nicht gesagt haben. Die Frage ist natürlich, welche Formen von Gewalt könnte man legitimieren? Und welche sind überhaupt zielführend? Ob die Ermordung von Charlie Kirk oder die Schüsse auf Donald Trump der linken oder irgendeiner Sache wirklich geholfen haben, darf ja zumindest bezweifelt werden. Kann Widerstand auch smarter sein als das? Müsste man als Aktivistin nicht am besten selbst in den virtuellen Raum gehen? Aber was heißt das eigentlich, was tut man dann da? 

VK Linksliberale Theoretikerinnen und Praktiker betonen immer wieder, dass wir andere virtuelle Räume brauchen, andere Netzwerke und Tools, die nicht von Tech-Giganten gesteuert und bewirtschaftet werden, sondern die ur-demokratische Räume sind, die allen gehören und offen stehen. Kommunikationsnetzwerke wie Mastodon oder Eurosky. Das Problem dieser Alternativen ist offensichtlich, dass sich dort bisher zu wenig Leute anmelden, dass sie keine Macht von den großen Netzwerken abziehen.

AK Vielleicht noch nicht. Wir sind sicher nicht die einzigen mit Sehnsucht nach digitalen Orten, die nicht von diesen orakelnden Algorithmen beherrscht werden, die inzwischen alle wichtigen kommerziellen Plattformen dominieren. Die harmlosen unter den Orakeln sagen nur voraus, was ich kaufen werde; die weniger harmlosen sagen voraus, wer verhaftet wird oder auf welches Ziel eine Granate gelenkt wird. Für das Theater entstehen dadurch spannende Narrative, die wir so oder so ähnlich schon seit der Antike kennen. Große Schicksalsfragen. Nehmen wir Ödipus: Nur weil seine Eltern versucht haben, die Prophezeiung auszutricksen, konnte sie überhaupt eintreten. Das Paradox lautet: Die Voraussage der Zukunft greift selbst ins Schicksal ein, sie sagt also die Zukunft nicht voraus, sondern bringt sie mit hervor. Was sagt uns das über Predictive Policing durch Palantir? 

VK Eine andere Art des Widerstands wäre es, sich diesen Voraussagen nicht zu fügen. Als autonomes Individuum im kantischen Sinn folge ich, mal einfach formuliert, den Gesetzen, die sich die Vernunft selbst gibt und nicht jenen Gesetzen, die mir ein irdischer Herrscher, eine Software, ein Orakel oder sonst irgendein Gott auf den Leib schreibt. 

AK Man muss heute mit seiner Aufmerksamkeit zwischen zwei Momente kommen: Der Augenblick, in dem man eine kleine Zukunftsvoraussage erhält („das wird dich interessieren!“) und der Augenblick, in dem man dieser Vorhersage dann handelnd folgt, indem man scrollt und klickt. Die schwierige, tägliche, ständige Aufgabe lautet, einen Moment der autonomen Reflexion zwischenzuschalten und eine bewusste Entscheidung zu treffen. Das schafft Noah in MONEYLAND nicht, er folgt Samantha, dem Orakel, dem Algorithmus. Er kann nur ausrufen: Das ist ja das Gegenteil von Freiheit, aber er kann nicht erklären, warum er trotzdem gehorcht.

VK Der Vater schafft es nicht, aber die Tochter schafft es vielleicht, wendet jedoch Gewalt an. Ich glaube, dass man der Macht der Techkonzerne mehr staatliche und internationale Regeln entgegensetzen könnte, als es bisher passiert. Und was kann man selbst tun? Ich persönlich greife zunehmend wieder auf alte Suchmaschinen wie Bibliotheken zurück. Vielleicht wird das langfristig interessante und wichtige Wissen, das uns irgendwann überleben lässt, gar nicht im Netz oder von der KI mit ihren Riesenservern gespeichert, sondern in Bibliotheken, in Archiven, in Museen und in den Gedächtnissen von widerständigen Individuen und Gruppen. Ich bin überzeugt, dass ein Kollektiv, das sich darauf einigt, die Macht bestimmter Personen oder Institutionen begrenzen zu wollen, das dann auch kann. Aber um wieder auf das Stück zurückzukommen: Ist Billy, der erzkonservative Chef des Sicherheitsdienstes im Bunker, auch ein Widerständler gegen das „System Ava“ oder ist das einer, der Ava dient?

AK Billy ist ein Landbewohner aus der weißen Unterschicht. Ein Hillbilly eben, den keiner ernst nimmt und auf dem Zettel hat, bis er plötzlich Vizepräsident ist. „Hillbilly Elegy“ heißt das autobiographische Buch von J.D. Vance. Und auf diesem Umweg kommt eben auch die Religion und besonders der Katholizismus wieder ins Spiel, der ja traditionell in den USA eher eine Außenseiter-Religion war. Wie das genau geht, den Glauben an Gott und die Nächstenliebe mit der Massenabschiebung von Migrantinnen und der Einrichtung von Straflagern zu vereinbaren? Keine Ahnung!

VK Da kommt jetzt auch so langsam der Begriff Faschismus ins Spiel. Auf der einen Seite haben wir jemanden wie Billy mit seinem katholischen Glauben und einer gewissen Derbheit, vielleicht auch mit der Bereitschaft zur Brutalität, auf der anderen Seite eine an der Universität ausgebildete libertäre Unternehmerin wie Ava Park, die sich mit ihrem Weltbild auf Philosophinnen beruft. Da treffen Ideologien aufeinander. 

AK Südafrika ist laut Slobodian ein Beispiel dafür, wie gut diese Denkweisen sich verstehen, auch wenn sie zunächst unterschiedlich scheinen. Das libertäre Denken der steuerbegünstigten Zonen geht wunderbar mit Segregation und rassistischen Konzepten einher. Es gab dort Experimente mit Zonen, und was geschah? Plötzlich gab es Leute einer bestimmten Hautfarbe, die der Arbeiterklasse angehörten, die bitterarm in den steuerbefreiten Zonen für die Profite von Menschen mit einer anderen Hautfarbe schufteten. Da fallen zwei Dinge in eins, von denen man am Anfang denken könnte, sie seien grundverschieden: Apartheid und die staatsbefreite Zone. Man könnte daraus umgekehrt schließen: Durchmischung und die Gewährleistung von Chancengleichheit sind Aufgaben, die nur der demokratische Staat leisten kann. Wenn man die Menschen sich selbst überlässt, ist eher Segregation entlang von Wohlstandsgefällen und Identitätsunterschieden entstanden. 

VK Würdest du sagen, dass Ava Park in MONEYLAND am Ende eine Faschistin ist, wie June sagt? 

AK Zum Glück schreiben wir keine wissenschaftliche Arbeit und ich muss das nicht entscheiden. Die Figuren dürfen unterschiedlicher Meinung darüber sein. Ich würde nicht sagen, dass Sam Altman ein Faschist ist. Ich würde auch nicht sagen, dass Alexander Karp ein Faschist ist. Auf mich wirken sie wie Kapitalisten mit einem narzisstisch dominierten Sendungsbewusstsein, die, um das Gute auf den Markt zu bringen, das Schlechte irgendwie in Kauf nehmen. 

VK Ich glaube, es ist Karps These 22, in der er so etwas schreibt wie: „Die letzten Jahrzehnte haben wir damit verbracht zu definieren, wen wir als Westen alles integrieren wollen, aber wir haben dabei total vergessen, wer wir eigentlich sind.“ Und dieses identitäre Denken koppelt sich dann mit einem Streben nach Macht, technologischer Hegemonie und einem neuen Wunsch nach Kooperation mit dem Staat und seinen Sicherheitssystemen für die Verteidigung gegen alle, die anders sind. Da sehe ich schon eine Entwicklung zu faschistischem Denken und Handeln.

 

AK Karp würde vermutlich sagen, wir müssen unsere freiheitlichen Systeme verteidigen gegen radikale Kräfte wie religiöse Extremisten oder extremistische Staaten wie Nordkorea oder Iran. Aber dieses Kreieren von „wir und sie“ mündet natürlich schnell in autoritäre Strukturen. Und Software kann diese Konstruktion von Freund und Feind verstärken. 

VK In dem Moment, wo ich meine Freiheit offensichtlich mit Waffengewalt verteidige, muss ich mir die Frage gefallen lassen, ob das, was ich da verteidige, noch Freiheit ist. Schaffe ich das Ziel durch die eingesetzten Mittel nicht ab? Eva von Redecker sagt in ihrem aktuellen Buch „Dieser Drang nach Härte“: „Den Kern des Faschismus bildet eine entgrenzte Eigentumslogik. Seine Gegenüber sind keine Menschen, sondern Dinge und seine Feinde sind keine Gegner, sondern Diebe.“ Da spricht sie die Vereinbarkeit von faschistischen mit marktliberalen Ideen an. Die Freiheit derer, die es geschafft haben, wird mit aller Härte verteidigt gegen die anderen, die die Erfolgreichen angeblich ausbremsen, die nicht mitkommen. Das ist ja auch so ein entscheidendes Argument von Ava. Und da würde ich mit Redecker schon sagen, dass das faschistisch ist. Es ist ein irrer Glaube, dass ich die anderen, die nicht mitspielen dürfen in meinem Monopoly, irgendwie davon abhalten könnte, mich zu bekämpfen. Zu denken, dass ich mich in meinen Bunker verziehe, die Welt beherrsche und die anderen, die kriege ich schon irgendwie reguliert.

AK Der Fordismus war so klug, die Arbeiterklasse gerade so wohlhabend werden zu lassen, dass sie nicht revoltiert. Wenn Sam Altman sagt, meine KI sorgt dafür, dass der Bauer in Nigeria sich jetzt endlich sein eigenes Online-Geschäft aufbauen kann, dann meint er das, glaube ich, genau so. Bill Gates hat das kürzlich bestätigt, der größte Vorteil von KI wird für die Landwirtschaft im Globalen Süden entstehen, für kleine und mittlere Betriebe. Wenn das so ist, wird es keine Revolution geben.

VK Aber in dem Moment, wo Ava sich in ihren Bunker zurückzieht, gesteht sie sich ja ein, dass es sein könnte, dass die Akzeptanz schwindet und die Revolution doch kommt.

AK Ava Park glaubt, dass KI schaffen kann, was die Menschen alleine nicht schaffen. Und mich würde interessieren, wie man die Idee von Eigentum nicht ganz über Bord werfen kann. Denn auch Eigentum ist wie Freiheit ein verbrieftes Grundrecht. Zu wissen, dass die Dinge, die mir gehören, mir nicht einfach vom Staat weggenommen werden können. 

VK Ich bin hier zwar anderer Meinung, aber ich verstehe natürlich den Versuch zu sagen, es gibt einen Unterschied zwischen Landnahme und ungezügelter Herrschaft auf der einen Seite und dem Recht auf Eigentum an meinem kleinen Häuschen. Nur: Wo verläuft die Grenze? Wie wird diese Grenze politisch geregelt? Nur sozialdarwinistisch zu behaupten, „die Natur diskutiert nicht, sie selektiert“, regelt jedenfalls überhaupt nichts. Gleichzeitig ist das ein Totschlagargument gegen jede Form von demokratischen Ideen wie gleiche Rechte, Gerechtigkeit, Vielfalt, Mitsprache und Integration.

AK Ava sagt diesen Satz, um Gewalt nachträglich zu legitimieren, dem Verbrechen den Stempel der Alternativlosigkeit aufzudrücken. Sie spricht Billy frei: Nicht du bist der Mörder, es war die Natur des Opfers, er war einfach zu schwach. Das ist schon faschistisch argumentiert.

VK Wenn ich beginne, Menschen als Dinge zu begreifen, als Gewinner und Verlierer, als mir nützliche oder überflüssige Mitmenschen, als Datenpunkte und Kunden, die mir Vorsprung vor meinen Konkurrentinnen ermöglichen, dann habe ich den Blick für die Menschen verloren. Plötzlich ist man bei Primo Levis doppeldeutiger Frage „Ist das ein Mensch?“, der Titel seines Buches über seine Zeit in Auschwitz.In Aya Jaffs Buch „Broligarchie“ gibt es das Kapitel „Die Black Box des Krieges“, in dem sie das Argument der Befürworter von KI-gestützten Kriegen hinterfragt. Verhindert die KI wirklich zivile Opfer? Jaff hält das für ein Scheinargument, weil zum Beispiel jetzt anhand gegenwärtiger Kriege offensichtlich wurde, dass mehr Ziele in kürzerer Zeit angegriffen werden, sobald KI beteiligt ist. Immer mehr und auch immer kleinteilige Ziele werden ausfindig gemacht, so dass gar kein Ende des Krieges mehr absehbar ist. Man erkennt über die KI-gesteuerten Drohnen vielleicht nicht nur Kraftwerke, Flughäfen und Waffenfabriken, sondern auch einzelne Kämpferinnen in Wohn- oder Krankenhäusern. Man müsste und könnte immer weiter und immer mehr angreifen, je mehr man sehen kann. Außerdem wird diese Technik natürlich von Unternehmen produziert, die eventuell wenig Interesse daran haben, dass die Kriege beendet werden, weil sie ihre Absatzmärkte darstellen. 

AK Das unterstellt June ja auch Ava, dass sie vom Krieg profitiert. Es existieren aber auch die Erfolgserzählungen über Palantir, zum Beispiel von Innenministern der Bundesländer, dass durch die Verwendung der Software Anschläge verhindert worden seien, die ansonsten viele Schäden angerichtet und Menschenleben gekostet hätten. Dass man durch sie Täter festnehmen konnte, bevor sie unendlich viel Leid anrichten konnten. Wahrscheinlich ist beides Teil der Realität.