Antigone
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Antigone widersetzt sich. Sie tut, was das staatstragende Wort Kreons, frisch gekrönter Herrscher von Theben, unter Androhung der Todesstrafe verboten hat: Sie bestattet ihren Bruder Polyneikes, dessen Leiche vor der Stadt dem Fraß der Vögel ausgesetzt war. Kreon ist außer sich über diesen heftigen Affront Antigones. Aus seiner Sicht ist Polyneikes ein Verräter, der einen blutigen Bürgerkrieg gegen Theben geführt und im Zweikampf den eigenen Bruder Eteokles getötet hat. Antigone beruft sich auf das Gesetz der Götter, auf das „heilige Recht eines jeden Toten“ auf ein Grab. Kreon beruft sich dagegen auf die Staatsräson, auf sein unumstößliches Wort als Herrscher. Er zeigt Stärke, verurteilt Antigone zum Tode und lässt sie bei lebendigem Leib einmauern. Die Unruhe in Theben nimmt zu. Kreons Sohn Haimon, der mit Antigone verlobt ist, solidarisiert sich mit der Aufständischen. Kreon wird von allen Seiten belagert, doch seine Einsicht kommt zu spät. ANTIGONE wurde einst von Hegel als „eines der allererhabensten, in jeder Rücksicht vortrefflichsten Kunstwerke aller Zeiten“ bezeichnet. In Köln kommt es nun in der Regie der Belgierin Lies Pauwels zur Aufführung, die sich mit ebenso poetischen wie politischen Kreationen international einen Namen gemacht hat.
- Regie Lies Pauwels