Grottenschlecht #9
Termine
Inmitten der Zeit des Kalten Krieges verfolgt, der am 4. September 1970 als erster frei gewählte linke Präsident Salvador Allende, eine bahnbrechende revolutionäre Idee eines kybernetischen Sozialismus.
Für die Umsetzung der Vision von einer demokratischen Wirtschaft findet Allende in dem aus England kommenden Kybernetiker Stafford Beer einen kongenialen Partner. Am 12.Juli 1971 kommt es zu einem Treffen zwischen beiden Visionären. Allende ist begeistert und Stafford Beer nennt seine Bedingungen, bevor er einwilligt:
“Ich brauche 500 US Dollar am Tag, Schokolade, schottischen Whisky, chilenischen Wein und Zigaretten.“
Chiles Cybersyn Projekt wurde ganz im Verborgenen von Idealisten ins Leben gerufen und war doch auf tragische Weise seiner Zeit voraus.
„Es ist der Ruf aus der Zukunft nach Veränderung. Die Drift ist gebrochen,die Weltordnung erschüttert und wir befinden uns mittendrin. Kreative Lösungen sind gefragt. Vielleicht sind es zukünftig nicht die Parlamente, in denen die Zukunft verhandelt wird, sondern die Theaterräume?!“
WORK IN PROGRESS
Der Theatertext ist Teil eines künstlerisch-politischen Forschungsprojekts, welches der in Wien ansässigen Choreographin, Regisseurin und Autorin Bärbel Strehlau in Form eines Arbeitsstipendiums 2024 durch die Stadt Wien gewährt wurde. Im Rahmen einer Residenzförderung durch die Stadt Wien 2026 kann sie nun am Schauspiel Köln in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Holger Bey und Ensemblemitgliedern des Schauspiel Köln eine erste künstlerische Umsetzung erarbeiten.
Die Residency wird unterstützt von ACT OUT, einem Projekt der IG Freie Theaterarbeit Wien, gefördert aus Mitteln des BMEIA Wien