Endspiel
Der eine ist blind und kann nicht gehen, der andere kann sehen, aber nicht sitzen. Samuel Becketts weltberühmtes Schauspiel ENDSPIEL zeigt das clowneske Gespann Hamm und seinen Diener Clov am Ende der Zeit. Hamm ist auf Clovs Augen angewiesen, während dieser mit dem Fernrohr durch die Fenster die Außenwelt beobachtet: hier eine menschenleere Landschaft, dort ein unendlich graues Meer. Aufeinander angewiesen, vertreiben sie sich die Zeit mit Wortgefechten — geistreich, bissig und mit schwarzem Humor. Im Zentrum dieses Endspiels steht nichts Geringeres als die Unfassbarkeit menschlicher Existenz. Becketts Klassiker des Absurden Theaters wirkt bis heute nach, und so übernehmen in Kay Voges‘ Inszenierung Lum und Purl aus Wolfram Lotz‘ „Einige Nachrichten an das All“ als zwei geistige Verwandte von Hamm und Clov das Ringen um das Nichts. „Ich will Poesie in das Drama bringen, eine Poesie, die das Nichts durchschritten hat und in einem neuen Raum einen neuen Anfang findet.“ (Samuel Beckett). Ein Abend zwischen Absurdität, Humor und existenzieller Tiefe, der vielleicht weniger zu verstehen als zu erleben ist. Nach Stationen in Dortmund, Tiflis, Antalya, Friedrichshafen, Bielefeld, Wuzhen, Wien und Zagreb ist Kay Voges‘ legendäre Inszenierung nun auch in Köln zu sehen.
- Regie Kay Voges
- Bühne Michael Sieberock-Serafimowitsch
- Kostüm Mona Ulrich
- Sounddesign Mario Simon
Termine
Köln-Premiere