Regisseur*innen

rimini
protokoll

Rimini Protokoll das sind Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel, ein Künstlertrio, das in unterschiedlichen Konstellationen Theater, Performances, Installationen und Hörspiele realisiert. Die drei Künstler*innen fanden sich am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ab 2000 entwickelten sie gemeinsam ihre Form des dokumentarischen Theaters mit nicht-professionellen Performer*innen, die eigene Biografien ins Spiel einbringen – den sogenannten Expert*innen des Alltags. Diese Methode wurde, zusammen mit den nicht-theatralen Settings, der starken Interaktion mit den Zuschauer*innen und der Technikaffinität, zum Markenzeichen der Rimini-Protokoll-Ästhetik. 2003 wählte das Theatermagazin Theater heute Haug/Kaegi/Wetzel zu den Nachwuchsregisseur*innen des Jahres. Es folgten die Auszeichnungen: der NRW-Impulse Preis (2003), der Mülheimer Dramatikerpreis (2007), der Theaterpreis FAUST (2007), der Europäische Theaterpreis in Thessaloniki (2008) und der Silberne Löwe der 41. Theaterbiennale Venedig. Mit der Produktion SITUATION ROOMS (2013), die sich den globalen Verstrickungen des Waffenhandels widmet, wurden Rimini Protokoll zum dritten Mal zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Am Schauspiel Köln entwickelte Rimini Protokoll zuletzt 2011 die Produktion 100% KÖLN mit den Bürger*innen der Stadt. In der Spielzeit 2019/20 zieht die Gruppe direkt in die Straßen von Köln mit dem Stadtprojekt UTOPOLIS.