GYMNASTIK

Stretching out to past and future dances
Foto: Knut Klaßen
von Gintersdorfer/Klaßen
in Zusammenarbeit mit dem Ballet of Difference
sowie Ordinateur, Alaingo und Hans Unstern
Digital
ONLINE-URAUFFÜHRUNG:
27. Februar 2021
Nächste Termine & Tickets
https://www.schauspiel.koeln Schauspiel Köln Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
Sa 27 Feb 19.30
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So 07 Mär 16.00
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Do 18 Mär 19.30
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Fr 26 Mär 19.30
https://www.schauspiel.koeln Schauspiel Köln Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
Mo 05 Apr Ganztägig abrufbar
ENGLISH VERSION BELOW

In der Weimarer Republik war das Spektrum der politischen Haltungen weit aufgespannt zwischen Kommunismus, Sozialismus, Monarchismus, Kapitalismus und Faschismus; die damals entstehenden Tänze, rhythmische Erziehung und die »körperliche Ertüchtigung« waren ebenfalls divers und auf unterschiedlichste Weise mit diesen gesellschaftlichen Lebensrealitäten verbunden. Es heißt, Deutschland sei eine Tanznation gewesen, so sehr erfassten die Bewegungen verschiedene Schichten der Bevölkerung und viele Tänze spiegelten die Verkrüppelungen und Beschädigungen des 1. Weltkriegs sowie einander bedingende Todesnähe und Lebensdrang wieder. Die Arbeiten der Laien und Profi-Tänzer*innen senden aus der Vergangenheit starke Impulse in eine zerrissene Gegenwart, in der sich gesellschaftliche Antagonismen manifestieren und umstrittene, aber kaum aufhaltbare Umwälzungen sich ankündigen.
Die Tänzer*innen des Ballet of Difference nehmen in ihrer ersten Zusammenarbeit mit dem Team von Gintersdorfer/Klaßen Splitter aus der Tanzgeschichte auf und finden nicht vorhersehbare Verknüpfungen, die zu eigenen Bewegungskombinationen führen: Materialgebrauch, Fashion, Erotik, Aufarbeitung von Exotik, Beauty, Wettkampfgymnastik versus kollektive und themenfokussierte Tänze sind Stichworte, die am Beginn dieser Arbeit stehen. Hans Unstern baut eigens dafür an einer neuen Harfe.
Am 27.02. feiert GYMNASTIK nun digitale Live-Premiere auf www.schauspiel.koeln!


Political attitudes in the Weimar Republic spanned broadly between communism, socialism, monarchism, capitalism and fascism; the dance styles, rhythmic sports and "physical training" that emerged at that time were just as diverse and connected in multiple ways to these varied social realities. Consequently, Germany was considered a nation of dance, with movements influencing various social strata across the population and many dance performances reflecting the crippling damage of the First World War, the embodiment of death and the urge to live. These previous works by both amateur and professional dancers send us signals from the past into our torn present, in which social antagonisms are increasing and controversial, but inevitable upheavals are on the horizon.
In their first collaboration with the Gintersdorfer/Klaßen team, the dancers of Ballet of Difference recover splinters of dance history to discover subtle connections and comparisons that have led to their own movement practice: the use of materials, fashion, eroticism, coming to terms with “exoticism”, beauty, competitive gymnastics versus collective and topic-focused dance performance are all key points of departure at the beginning of this work. Hans Unstern is creating a new harp especially for this production.
Künstlerische Leitung: Gintersdorfer/Klaßen
Regie, Choreografie: Monika Gintersdorfer
Bühne, Licht: Knut Klaßen
Kostüme: Knut Klaßen, Marc Aschenbrenner, Tom Schellmann
Musik: Hans Unstern
Kamera: Knut Klaßen, Leon Michel
Bildregie: Stefan Korsinsky
Probenleitung: Zuzana Zahradníkova
Bühnenbildassistenz: Jessica Rosa
Kostümassistenz: Melina Jusczyk
Inspizienz: Charlotte Bischoff
Trailer