Nora

von Henrik Ibsen
Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel
Depot 1
PREMIERE:
24. Oktober 2020
Nächste Vorstellungen
https://www.schauspiel.koeln Schauspiel Köln Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
Sa 24 Okt 19.30
Tickets:
0221 - 221 28400
tickets@buehnen.koeln
Vorverkaufskasse
https://www.schauspiel.koeln Schauspiel Köln Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
So 25 Okt 19.00
Ausverkauft!
Eventuell Restkarten an der Abendkasse
In ihrem vielbeachteten Manifest FRAUEN & MACHT verfolgt die britische Althistorikerin Mary Beard die Spuren weiblicher Entmachtung Jahrtausende zurück und weist nach, der Wunsch, Frauen zum Schweigen zu bringen, gehe auf »Tausende von Jahren Übung« zurück. Aus dem Altertum überliefert und noch immer prägend sei, dass die öffentliche Rede als »definierendes Attribut« von Männern empfunden werde. Frauen werden zum Schweigen gebracht.
Nora allerdings begehrt auf. Als skandalös wurde es von Henrik Ibsens Zeitgenossen empfunden, dass seine Protagonistin am Ende des Emanzipationsdramas Mann und Kinder verlässt. Nach der Uraufführung musste der Autor den Schluss des Stückes umschreiben und erst 1880 konnte es mit dem Originalende in München aufgeführt werden. Ibsen reflektiert die Widersprüche seiner Zeit. Als der norwegische Autor mit der Arbeit an seinem Schauspiel begann, notierte er: »Eine Frau kann nicht sie selbst sein in der Gesellschaft der Gegenwart, einer ausschließlich männlichen Gesellschaft, mit von Männern geschriebenen Gesetzen, die über das weibliche Verhalten vom männlichen Standpunkt aus urteilen.« Seine Heldin findet am Ende einen Ausweg, sie trifft – entgegen aller Konventionen – ihre eigene Entscheidung.

Nach IWANOW und MEDEA feiert Regisseur Robert Borgmann nun mit seiner Inszenierung zu Ibsens NORA Premiere.
Regie / Bühne & Musik: Robert Borgmann
Video & Licht: Carsten Rüger
Dramaturgie: Beate Heine
Musik & Sound: Mathis Nitschke