Welt verändern

Handeln und Nicht-Handeln im Zeitalter der Krisen
Foto: Jessica Schäfer
Gesprächsreihe
Offenbach am Carlsgarten
Ab November 2021
Kathrin Röggla möchte nach einem Pandemiejahr in Köln wissen, wie Handeln heute noch, oder gerade wieder, oder gar nicht geht. Sie lädt unterschiedliche Akteur*innen der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft und der Kunst ein, um über Fragen des Handelns in einer Zeit zu sprechen, die das Handeln als unmöglich postuliert. Zu groß sind angeblich die ökologischen und sozialen Krisen, als dass wir noch etwas ausrichten können. Zu klein der eigene Aktionsraum. Aber im Rheinland ist nichts unmöglich. Und es dürfte kein Zufall sein, dass die Gesprächspartner*innen viele Leben haben – das scheint beim Handeln zu helfen, auf der Bühne oder neben ihr.
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Zu Gast: Antje Grothus
Im Dezember wird die Schriftstellerin mit Antje Grothus sprechen. Sie ist eine der führenden Aktivist*innen in Deutschland und ehemaliges Mitglied der »Kohlekommission« der Bundesregierung. Grothus kämpft mit Aktionen wie »Rote Linie gegen Kohle« oder dem Bündnis »Alle Dörfer bleiben« für den dauerhaften Erhalt des Hambacher Forstes und der bedrohten Dörfer, für mehr Klimaschutz und eine bessere Lebensqualität in den Regionen, die durch Kohleabbau und Zwangsumsiedlungen gefährdet werden. Alles begann vor mehr als 15 Jahren, als am Rande ihres Heimatdorfes aufgrund des Braunkohleabbaus die Autobahn verlegt werden sollte...
15 DEZ 2021 • 20.00 Uhr
Zu Gast: Adrienne Goehler
Im Januar zu Gast, Adrienne Goehler, studierte Psychologin und Kuratorin, ehemalige Berliner Kultursenatorin und Ex-Präsidentin der HFBK Hamburg. Im Moment forscht sie am Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung und hat vor Kurzem ein Konzept für den Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit (FÄN) vorgelegt. Aus Mitteln des Fonds soll künftig die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Kunst im Kampf gegen die Klimakrise gefördert werden.

27 JAN 2022 • 20.00-21.30 Uhr
Kathrin Röggla
Die Schriftstellerin Kathrin Röggla arbeitet im Bereich Prosa und Theater, auch entwickelt sie Radiostücke. Als Künstlerin bewegt sie sich gerne zwischen den Medien, verfasste z.B. gemeinsam mit dem Zeichner Oliver Grajewskis den Kunstband TOKIO, RÜCKWÄRTSTAGEBUCH oder zeichnet sich für den Dokumentarfilm DIE BEWEGLICHE ZUKUNFT verantwortlich (ZDF 2012). 2019 gestaltete sie in der Akademie der Künste – deren Vizepräsidentin sie seit 2015 ist − die Ausstellung DER ELEFANT IM RAUM. Für ihren Text BAUERNKRIEGSPANORAMA erhielt Röggla 2020 den Wortmeldungen-Preis. Seit August 2020 ist Kathrin Röggla Professorin für Literarisches Schreiben an der Kunsthochschule für Medien, Köln (KHM).