Kim Jiyoung, geboren 1982

Foto: Tommy Hetzel
von Cho Nam-Joo
In der Übersetzung von Ki-Hyang Lee und einer Fassung von Marie Schleef
SCHAUSPIEL
Depot 2
Deutschsprachige Erstaufführung:
14. Oktober 2023
Trailer
Termine & Tickets
https://www.schauspiel.koeln Schauspiel Köln Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
So 25 Feb 20.00 - 21.45
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Sa 02 Mär 20.00 - 21.45
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Do 07 Mär 20.00 - 21.45
https://www.schauspiel.koeln Schauspiel Köln Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
So 24 Mär 20.00 - 21.45
https://www.schauspiel.koeln Schauspiel Köln Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
Mi 10 Apr 20.00 - 21.45
Vorverkaufsstart 05 März 2024
https://www.schauspiel.koeln Schauspiel Köln Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
Sa 20 Apr 20.00 - 21.45
Vorverkaufsstart 05 März 2024
Was ist los mit Kim Jiyoung? Die Anfang Dreißigjährige, die mit Mann und Kind am Rande der Millionenstadt Seoul wohnt, benimmt sich plötzlich auffällig. Sie imitiert weibliche Personen aus ihrem Umfeld, fällt schamlos aus der Rolle der rücksichtsvollen Ehefrau und Mutter und brüskiert die Verwandtschaft. Eine Therapie soll helfen, Kim Jiyoung wieder »in Ordnung« zu bringen. Doch der Blick auf ihre Biographie enthüllt weit mehr als ein individuelles Schicksal. Von klein auf geprägt, sich als Mädchen zurückzunehmen und Demütigungen wie Übergriffigkeiten »wegzulächeln«, stößt Kim Jiyoung permanent auf Barrieren: in der Familie, in der Ausbildung, im Berufsleben und schließlich als Mutter. Nüchtern und eindringlich erzählt die Autorin Cho Nam-Joo von einem schmerzhaft normalen Frauenleben. Ihr Buch, das zum internationalen Bestseller wurde, schreckte die koreanische Gesellschaft auf und sorgte für hitzige Debatten und Proteste. Gemeinsam mit einem deutsch-koreanischen Ensemble und Team bringt die Regisseurin Marie Schleef KIM JIYOUNG, GEBOREN 1982 als deutschsprachige Erstaufführung auf die Bühne des Depot 2. Mit ihren bildstarken Arbeiten widmet sich die Regisseurin kontinuierlich weiblichen Biographien und rückt Geschichten ins Zentrum, die lange Zeit keinen Platz im konventionellen Kanon fanden.

Bühnenbild & Übertitel: Seongji Jang
Kostüme: Ji Hyung Nam
Live-Musik: Jae A Shin
Körpertraining: Arzu Erdem-Gallinger
Dramaturgie: Sibylle Dudek
Stimme Psychiater: Nikolaus Benda
SOUFFLAGE: ANDREA VOSS
STATISTERIE IN WECHSELNDER BESETZUNG:
NEXT GENERATION: NINA JAUNICH • SWAANTJE REICHSTEIN
OLDSCHOOL: JANE DUNKER • GISELA PFLUGHAUPT
UND: ELSALAM YOHANES • ADA EZE • ZOË CAMARA • NADINE KUBITZA • MARILENE MOSTERT • LEILA SCHWARZ • TARIK TEKLU • TAMARA EBNER
PRESSESTIMMEN
»Doch Grau in Grau ist der Abend keineswegs. Schleef und ihre Bühnenbildnerin Seongji Jang setzen ihre multiple Heldin in eine farbenfrohe Bühnenlandschaft. Die wirkt, als hätte ein Riese hier Haribos bunte Mischung ausgekippt. Einige der Elemente aus Plüsch und Plastik erinnern an weibliche Organe, an Vulven und Eierstöcke.«
KÖLNER STADTANZEIGER
»Doch dem eher nüchtern gehaltenen Erzählstil des Buchs wird vom Hauptdarstellerinnen-Trio sowie dem Rest des Ensembles jede Menge Emotion und Schwung verliehen. Egal, ob die ganze Gruppe euphorisch über die Bühne rennt und tanzt, weil Jiyoung endlich ein eigenes Zimmer bekommt oder Kristin Steffen als überforderte Mutter ihren Arzt anbrüllt: In der packenden Darstellung steckt sehr viel Gefühl.«
KÖLNISCHE RUNDSCHAU
»Trotz dieser düsteren Setzung ist Marie Schleefs Adaption des Romans von Cho Nam-Joo nicht deprimierend. Es wird sogar ziemlich viel gelacht im Depot zwei des Schauspiels Köln. (...) Marie Schleef, die mit der Long Durational Performance "NAME HER. Eine Suche nach den Frauen+" 2021 zum Theatertreffen eingeladen war, findet klare, berührende, aber nie kitschige Bilder.«